Einigung keine „gmahde Wiesn“

WSC Hertha braucht für den Aufstiegsfall eine Nutzungsvereinbarung mit dem FC Wels

Sportreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß, die Obmänner Roland Golger (WSC Hertha) und Juan Bohensky (FC Wels) sowie OÖFV-Präsident Gerhard Götschhofer (von links).
Sportreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß, die Obmänner Roland Golger (WSC Hertha) und Juan Bohensky (FC Wels) sowie OÖFV-Präsident Gerhard Götschhofer (von links). © Stadt Wels

Von Roland Korntner

Sogar die Kündigung des FC Wels per 31. Dezember stand gerüchteweise im Raum, nun geben sich die Verantwortlichen in der Messestadt aber bis 31. Jänner Zeit. Bis dahin gilt es, eine Vereinbarung zu finden, wonach der WSC Hertha im Falle des Aufstiegs in die 2. Bundesliga die HUBER- Arena des Stadtrivalen nutzen darf. Allerdings: Allen Beteuerungen zum Trotz scheint eine Einigung aber keine gmahde Wiesn zu sein. „Beide Vereine haben in den Verhandlungen bestätigt, eine gute Vereinbarung ermöglichen zu wollen“, meinte etwa Oberösterreichs Fußball-Verbandspräsident Gerhard Götschhofer, von der Stadt als Mediator engagiert.

Vermarktungsrechte sind der zentrale Punkt

„Es darf keine Nutzungsvereinbarung zu Lasten des FC Wels geben“, stellte jedoch Obmann Juan Bohensky klar. Dem vorliegenden Vertragsentwurf könne man „nicht zustimmen. Ein Drittel passt nicht“, betonte Bohensky. Vor allem an den Vermarktungsrechten und an das Betreiben der Kantine entzündeten sich die Diskussionen. Verständlich, ist doch zum Beispiel der Stadionname seitens des FC Wels bis 2022 vergeben.

Bis 3. März muss Arena zweitligatauglich sein

Ein Stadiontausch ist laut Vizebürgermeister Gerhard Kroiß „derzeit kein Thema“, auch eine Kündigung des FC „derzeit nicht“. Klar ist aber, dass die Zeit drängt. „Bis 3. März muss alles unter Dach und Fach sein, muss das Stadion zweitligatauglich sein“, weiß Roland Golger, Obmann von WSC Hertha. Zusagen der Stadt reichen für das Lizenzierungsverfahren nicht.

Wels rechnet übrigens mit einem Investitionsvolumen „von 160.000 Euro“, so Kroiß. Im Mauthstadion, der Heimat von WSC Hertha, wäre es das Drei- bis Vierfache. Zudem wäre man dort auf die zweite Liga limitiert, könnte man dieses Stadion nie fit für Österreichs höchste Spielklasse machen. Und von der träumt WSC Hertha ja insgeheim.

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