Einkaufen ohne unnötigen Verpackungsmüll

„Unpackbar-Laden“ startet ab Februar in der Linzer Harrachstraße

Der Unverpackt-Laden in der Linzer Harrachstraße
Der Unverpackt-Laden in der Linzer Harrachstraße © privat

Einkaufen ohne unnötige Verpackungen – was so einfach klingt, ist in der Realität oft schwer umsetzbar. Diese Erkenntnis brachte Christina Liu und Tina Prückl dazu, in Linz einen eigenen verpackungsfreien Laden aufzumachen. In der Harrachstraße in Linz soll im Februar ihr „Unpackbar-Laden“ eröffnen.

„Wir haben gesehen wie schwer es ist verpackungsfrei ohne unnötigen Müll einzukaufen. Uns kamen sogar so Kuriositäten wie in Plastik eingeschweißte, geschälte Knoblauchzehen unter. So kam uns die Idee einen eigenen Laden zu eröffnen“, erzählt Liu im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

Regionalität steht im Vordergrund

Tina Prückl und Christina Liu
Tina Prückl und Christina Liu © privat

Mehl, Reis oder Nudeln sowie Obst und Gemüse können im „Unpackbar-Laden“ in eigene mitgebrachte Behältnisse umgefüllt werden. Auch Seifen, Shampoo Bars und andere verpackungsfreie Artikel werden dort erhältlich sein. Dabei steht die Regionalität der Artikel im Vordergrund. „Bei uns wird es keine exotischen Sachen oder Importware geben“, so Liu.

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Mehr als nur eine reine Verkaufsstätte

Den Laden sieht die 27-Jährige nicht nur als reine Verkaufsstätte. „Wir wollen nicht nur einen Laden aufmachen, in dem man Sachen kaufen kann, sondern auch eine eine Gemeinschaft und Austauschplattform sein. Wir wollen das Bewusstsein in Linz erwecken, dass man auch ohne Verpackungen leben kann“, so Liu. So wird es auch Zero Waste Workshops und Vorträge im Laden geben.

Dass die Eröffnung des Ladens genau in eine Zeit fällt, in der auf den Straßen für mehr Klimaschutz demonstriert wird sei „purer Zufall“. „Es kommt einem schon entgegen, aber wir würden es sowieso durchziehen, egal ob es Fridays for future gibt oder nicht“, so Liu, die aber einräumt: „Jetzt ist die Zeit reifer, als es noch vor ein paar Jahren war“. Mit ihrem Laden betreten sowohl Liu als auch Prückl Neuland. Ursprünglich kommen die beiden aus der Medien- und Grafikbranche, haben aber ihre Jobs gekündigt. „Wir wollten etwas sinnvolles machen wo wir auch dahinterstehen“, so Liu. Bewusst wird auch auf Werbung in gedruckter Form verzichtet. Man hofft auf Mundpropaganda und setzt auf Online-Werbung.

Bereits 2016 hatte das Unternehmen Holis sich mit einem ähnlichen Konzept in Linz probiert, ist 2016 jedoch pleite gegangen. Aber auch dieses Konzept wurde weitergedacht. Ein Neustart in Wien gestaltet sich allerdings sehr holprig. Schon vor Monaten wurde die Eröffnung angekündigt, aktuell ist man noch immer in der Vorbereitungsphase.

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