Einkommen beeinflusst Kauf von Bio-Lebensmitteln kaum

Die Höhe des Einkommens oder das Bildungsniveau beeinflusst kaum, ob jemand dazu bereit ist, höhere Preise für biologisch erzeugte Lebensmittel zu zahlen. Viel eher ist es das ausgeprägte Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein, dass Menschen tiefer in die Tasche greifen lässt, berichten Forscher Universität für Bodenkultur (Boku) Wien in einer Studie im Fachblatt “Trends in Food Science & Technology”.

Felix Katt und Oliver Meixner vom Institut für Marketing und Innovation der Boku haben sich im Rahmen ihrer Überblicksstudie mit 138 einschlägigen Studien näher befasst und deren Ergebnisse analysiert. Dabei zeigte sich, dass Merkmale wie das Alter, das Einkommen oder das Geschlecht der Konsumenten deren Zahlungsbereitschaft kaum beeinflusst. Auch der sozioökonomische Status oder der höchste Bildungsabschluss von Personen fiel in dem Zusammenhang nicht ins Gewicht.

Ungefähr gleich stark auf die Kaufentscheidung wirkten sich hingegen das Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten aus. Außerdem zeigte sich zum Beispiel, dass Menschen eher geneigt sind, mehr Geld für Produkte auszugeben, wenn sie diese etwa direkt vom Bauern am Markt kaufen, heißt es am Donnerstag in einer Aussendung der Boku. Die Studienautoren raten aufgrund ihrer Ergebnisse dazu, die Themen Umwelt, Gesundheit und Regionalität stärker zu betonen. Eine Orientierung an Zielgruppen, die über soziodemografische Merkmale definiert werden, erscheint ihnen weniger zielführend.

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