Einwintern – oder richtige Ausrüstung wählen

Mobilitätstipp von ÖAMTC-Instruktor Erwin Machtlinger

Durchfahren oder einwintern? Für viele Biker stellt sich die Frage gar nicht. Doch besonders in Städten, wo mit relativ niedriger Geschwindigkeit meist nur kurze Strecken zurückgelegt werden und die Straßen geräumt sind, überwiegen für einige die Vorteile: kein Stau, kein lästiges Parkplatz suchen, keine Parkgebühren. „Wer mit dem Bike auch in der kalten Jahreszeit unterwegs sein will, sollte nicht nur seine Kleidung, sondern vor allem auch Fahrgerät und Fahrweise den veränderten Bedingungen anpassen“, rät Erwin Machtlinger, Motorrad-Instruktor der ÖAMTC Fahrtechnik. Auf trockener Fahrbahn ist Rollsplitt die größte Gefahr im Winter. Die zweite Herausforderung sind niedrige Temperaturen – und zwar für Fahrer und Fahrzeug. „Auf kaltem Asphalt haben die Reifen eine schlechte Haftung.“
Die Winterreifenpflicht gilt für Motorräder nicht, wer in den kommenden Monaten fährt, sollte aber vorhandene Möglichkeiten nützen. Denn mittlerweile bieten einige Hersteller echte Winterreifen mit Lamellentechnologie an. Winterreifen helfen aber nur dann, wenn auch die Fahrweise entsprechend angepasst wird. Da im Winter viele Autofahrer tagsüber mit eingeschaltetem Licht unterwegs sind, verringert sich auch der „Sichtbarkeitsvorteil“ für Motorradfahrer – eine defensive und besonders vorausdenkende Fahrweise ist deshalb erforderlich.

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