Elefantenhochzeit in Möbelbranche

Bene-Gruppe will Eferdinger hali übernehmen – Kartellwächter müssen prüfen

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Am Heimatstandort von hali in Eferding und an den sieben Vertriebsniederlassungen arbeiten 230 Mitarbeiter.
Am Heimatstandort von hali in Eferding und an den sieben Vertriebsniederlassungen arbeiten 230 Mitarbeiter. © hali

In der heimischen Büromöbelbranche bahnt sich ein Mega-Deal an. Die BGO Holding von Investor Erhard F. Grossnigg und Ex-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein will den Eferdinger Hersteller hali übernehmen. Zudem sicherte sich die BGO vergangene Woche eine Option auf sämtliche Anteile an der Svoboda Büromöbel GmbH in St. Pölten, über die Anfang Februar 2018 ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Die BGO ist bereits Eigentümer der heimischen Büromöbel-Größen Bene und Neudörfler.

Während sich die Investoren der BGO Holding und die Hali-Verantwortlichen bereits auf den Verkauf geeinigt haben, muss die Bundeswettbewerbsbehörde erst zustimmen. Denn Bene und Neudörfler sind die Nummer zwei und drei am heimischen Markt, erwirtschaften gemeinsam 195 Millionen Euro. Hali ist laut eigenen Angaben mit 15,6 Prozent Marktanteil der Branchenprimus. Eine zu große Marktkonzentration steht damit zumindest im Raum.

Im Jahr 2016 veröffentlichte Marktforscher Kreutzer Fischer & Partner einen Branchenbericht, laut dem die vier großen Büromöbelhersteller in Österreich (hali, Bene, Neudörfler, Svoboda) auf einen Anteil von knapp 50 Prozent kommen. Diesen Zahlen widerspricht die BGO Holding. Der Marktanteil von hali, Bene, Neudörfler und Svoboda am Büromöbelmarkt in Österreich liege nur bei 24,8 Prozent, betont man.