„Elektromobilität bedeutet nicht Verzicht“

Thomas Beran, Audi Markenleiter © Houdek

Audi ist voriges Jahr mit dem e-tron in die E-Mobilität gestartet. Heuer kommt im April das nächste Modell, der e-tron Sportback. „In dem Zusammenhang sieht man auch die Audi-Strategie. Nachhaltige Mobilität bedeutet nicht, dass man auf Fahrspaß, Design oder Platzangebot verzichten muss. Die Beschleunigung ist ja phänomenal und man ist leise und ohne lokale Emissionen unterwegs“, sagt Thomas Beran, Markenleiter beim deutschen Premium-Hersteller Audi im VOLKSBLATT-Gespräch.

Eines stünde fest. „Es geht ganz klar in Richtung E-Mobilität. Das ist die Zukunft und an der kommt kein Hersteller vorbei“, sagt Beran. Geht das zu Lasten von Wasserstoff und Erdgas? Bei Audi nicht, meint Beran. „Wir haben einen A3, einen A4 und einen A5, die erdgasbetrieben sind.“ Es sei vielmehr oft ein Thema der Infrastruktur. Es gebe mehr E-Lademöglichkeiten als Erdgastankstellen.

Audi setzt zudem auf Plug-in-Hybride, hat bereits etliche Modelle im Portfolio. Darüber hinaus ist die Mild-Hybrid-Technik in jedem Audi-Modell verbaut. Diese E-Motor-Unterstützung senke den Verbrauch um 0,8 Liter je 100 Kilometer, rechnet Beran vor.
Dass Autofahrten mit Elektroautos länger dauern, weil die Wagen geladen werden müssen, sieht Beran nicht unbedingt so. „Man bleibt ja bei weiteren Strecken sowieso stehen und in dem Fall kombiniert man halt die Kaffeepause mit dem Aufladen.“ Mittlerweile sei das Autofahren mit E-Autos sehr komfortabel geworden. „Natürlich ist es zu Beginn für die Leut eine Umstellung, aber spätestens nach zwei, drei Wochen ist das kein Thema mehr“, sagt Beran.

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