Eltern sollen inhaftierten Sohn besuchen können

Landeshauptmann Stelzer will sich um Lösung bemühen — 18-jähriger Mühlviertler wurde in Florida in andere Zelle verlegt

Von Heinz Wernitznig

LINZ/SARASOTA — Das Schicksal des 18-jährigen Mühlviertlers, der im US-Bundesstaat Florida verhaftet wurde, weil er mit einer 15-jährigen Amerikanerin Sex hatte, lässt in Oberösterreich niemanden kalt. So sagte der Vater des Burschen aus dem Bezirk Perg am Donnerstag im ORF-Interview, dass er sich einen Flug nach Übersee nicht leisten könne, weil man das Geld für den Rechtsanwalt brauche.

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Doch Hoffnung ist in Sicht. Laut Landeshauptmann Thomas Stelzer, der sich über den Fall informiert hat und diesbezüglich mit dem Außenministerium in Kontakt steht, soll das Geld kein Grund sein, dass die Eltern ihren Sohn in Florida nicht besuchen können. Man werde eine Lösung finden, heißt es dazu aus seinem Büro zum VOLKSBLATT.

Verletzung stammt von Mithäftling

Bis zum 14. September muss der 18-Jährige, dem im Falle einer Verurteilung mehrere Jahre Haft drohen, auf seine erste Anhörung vor Gericht warten. Laut dem Sprecher des Außenministeriums, Thomas Schnöll, ist der Bursch wohlauf, es habe bereits einen telefonischen Kontakt mit ihm im Gefängnis gegeben. Die österreichische Botschaft in Washington habe einen Rechtsanwalt vermittelt, den der Inhaftierte bereits mit der anwaltlichen Vertretung beauftragt hat, so Schnöll.

Die Verletzung im Gesicht dürfte dem Mühlviertler ein Mithäftling zugefügt haben, weshalb der junge Mann in eine andere Zelle verlegt worden sei.

Laut dem Vater des verhafteten 18-Jährigen sei sein Sohn nicht hingeflogen, um mit der 15-Jährigen, die er via Internet kennengelernt habe, nur Sex zu haben. Es seien ehrliche Gefühle im Spiel gewesen. Das Mädchen sei die erste große Liebe seines Sohnes gewesen. Sie habe nachweislich angegeben, dass sie schon älter als 16 Jahre sei.