EM auf der schwierigen „Lacke“

Bei den heimischen Topseglern werden am Attersee Jugend-Erinnerungen wach

Die Nacra-Segler Barbara Matz/Thomas Zajac kennen die schwierigen Bedingungen am Attersee.
Die Nacra-Segler Barbara Matz/Thomas Zajac kennen die schwierigen Bedingungen am Attersee. © vo/Tobias Störkle

In Corona-Zeiten ist auch im Sport vieles anders —wie etwa auch die Austragung der Segel-EM der Highspeed-Klassen 49er, 49erFX und Nacra 17 ab 26. September im Binnenland Österreich. „Auf unsere Lacke würde so eine Veranstaltung nie kommen, hätte es Corona nicht gegeben“, erklärte Wettfahrtsleiter Gert Schmidleitner den Zuschlag Anfang Juli.

Dank eines Schulterschlusses mit der Politik, anderen Unterstützern sowie dem Zusammenhalt in der Region gelang es den Verantwortlichen des Union Yachtclub Attersee in nur zweieinhalb Monaten, eine Corona-konforme Infrastruktur aufzustellen. Jede Bootsklasse hat an Land ihr eigenes Areal, jeder Sportler, Betreuer und Mitarbeiter (114 Freiwillige) muss einen negativen Corona-Test vorweisen, auf dem Attersee wurde drei Kurse gekennzeichnet.


Unter den insgesamt 150 Booten aus 28 Nationen kämpfen auch die heimischen Olympia-Starter Tanja Frank/Lorena Abicht (49er FX), Thomas Zajac/Barbara Matz (Nacra) und Benjamin Bildstein/David Hussl (49er) um Spitzenplätze. „Jeder weiß, dass der Attersee ein schwieriges Segelgebiet ist“, waren sich alle einig.

Windpech im Lockdown verhinderte Heimvorteil

Zumindest Frank und Zajac haben schon bewiesen, dass sie damit sehr gut umgehen können, obgleich das schon etliche Jahre zurückliegt. Beide gewannen dort nämlich einen Österreichischen Jugendmeistertitel, die 27-Jährige Frank anno 2010, der seit gestern 35-Jährige Zajac 2001). „Es heißt cool bleiben und bis zum Schluss kämpfen“, betonte Zajac, der im Frühjahr während des Lockdowns am Attersee einquartiert war. „Da hatten wir leider Windpech, kamen nicht auf so viele Segelstunden“, sah Kollegin Matz darin nicht unbedingt einen großen Heimvorteil.

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