Meinung

von Roland Korntner

EM-Gedanken

Kommentar zur Fußball-EM.

Während Österreich nach dem Achtelfinale durch ein unglückliches 1:2 gegen Italien die Koffer packen musste, steht die Ukraine, die in der Gruppenphase nur einen Sieg gelandet hatte, gegen Österreich beim 0:1 chancenlos war und nur wegen der besseren Tordifferenz gegenüber Finnland aufstieg, im Viertelfinale.

Was nur zeigt: Dieser EM-Modus mit 24 Mannschaften und vier Gruppendritten, die ebenfalls weiterkommen, birgt gewisse Ungerechtigkeiten.

Vor allem im K.o.-System, in dem zwei Gruppenzweite (wie Österreich) jeweils gegen einen Sieger aus der Vorrunde ranmüssen, während die anderen vier Gruppenzweiten untereinander um die Plätze im Viertelfinale kämpfen.

Da wäre es besser, die ohnehin schon große EM gleich mit 32 Mannschaften in acht Vierergruppen zu spielen und jeweils die Top 2 kommen weiter, womit jeder Gruppensieger auf einen Gruppenzweiten trifft.

Keine Zukunft hat hingegen die EM-Version mit gleich elf Austragungsländern, denn in der K.o.-Phase geht es für viele Teams kreuz und quer durch Europa.

Wie das Beispiel der in Prag stationierten Tschechen zeigt: In der Vorrunde ging es von dort zweimal nach Glasgow und London, im Achtelfinale nach Budapest und nun nach Baku. Diese Vielfliegerei wäre, auch ohne Pandemie, weder für Spieler, noch Fans und schon gar nicht fürs Klima gut.

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