Endlich wieder Museumsluft schnuppern

Heimische Häuser bieten buntes Programm

Luo Yang, Mao Weiai (aus der Serie YOUTH)
Luo Yang, Mao Weiai (aus der Serie YOUTH) © Luo Yang

Für die heimischen Museen ist es soweit, sie können mit dem heutigen Tag ihre Türen wieder fürs Publikum öffnen.

Wenn auch unter schärferen Sicherheitsmaßnahmen. Der Museumsbesuch ist nur mit FFP2-Maske, unter Einhaltung der 2-Meter-Abstandsregel und den gängigen Hygienevorschriften möglich.

Linolschnitte im Schloss und Programm in den Ferien

In Linz sind ab morgen etwa die Türen von Schlossmuseum und Francisco Carolinum wieder geöffnet. Im Schlossmuseum zeigt die OÖ Landes-Kultur GmbH ab 11. Februar „Das geschnittene Frauenbild — Peter Kubovsky“ (bis 28. März 2021). Der Linzer Maler und Grafiker Peter Kubovsky (1930-2014) ist besonders für seine Landschaftsbilder, Städteansichten und Aktzeichnungen bekannt, die von einem unverwechselbaren, dynamischen Strich geprägt sind. Erstmals wird nun der Öffentlichkeit im Schlossmuseum eine Werkserie von Linolschnitten aus den späten 1960er-Jahren präsentiert. Kubovsky, der 1945 nach Oberösterreich kam, war einer der ersten Schüler an der neu gegründeten Kunstschule der Stadt Linz. An der aus ihr hervorgegangenen Hochschule und späteren Kunstuniversität unterrichtete er mehrere Jahrzehnte lang. Noch bis 28. März zu sehen: „Longtime Love Affairs“ zur Schmuckkunst Anna Heindls. Auch für Familien heißt es, insbesondere zur Ferienzeit, wieder: „Museumsluft schnuppern!“. Das Schlossmuseum bietet für Familien Materialpackages an, die Besucher während der Öffnungszeiten an der Kassa kostenlos abholen können. Lustige Aufgaben und kreative Anregungen begleiten den Museumsbesuch. Im neu gestalteten Besucherbereich freiRAUM können die Eindrücke fantasiereich umgesetzt werden.

Im Fancisco Carolinum Linz werden wieder die schaurig-schönen Werke des Fotokünstlers Roger Ballen zu sehen sein: „The Place of the Mind“ (verlängert bis März). Ebenso verlängert: „Youth, Girls“, ausgewählte Werke der chinesischen Fotografin Luo Yang (bis 28. März) und „Family Skin“ der polnischen Künstlerin Aneta Grzeszykowska (bis 5. April)

Über die Zeit der Kultur-Enthaltsamkeit hat das OÖ Kulturquartier mit „Locked in“von Werner Reiterer hinweggeholfen: Per Knopfdruck lässt sich noch bis 21. Februar vom OK Platz ein Gewitter im OK Deck auslösen. Am 10. Februar öffnet die dritte Ausgabe der von Martin Heller und Julia Stoff kuratierten Ausstellungsreihe „Wunderkammer Oberösterreich“. „Bunte Steine: was bleibt“ springt mit Adalbert Stifters Titel in die Zukunft. Zu hören sind Geschichten, welche „sprechende“ Steine über die Zeit hin gesehen haben könnten, mit Blick zurück auf die Gegenwart, entwickelt vom oö. Künstler Christoph Mayer chm. zusammen mit Andreas Hagelüken.

Zusätzlicher Öffnungstag schon am Montag

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Das Lentos Kunstmuseum und Nordico Stadtmuseum in Linz öffnen bereits am Montag (8.2.). Der zusätzliche Öffnungstag soll zu einer Entzerrung der Besucher in der Ferienwoche beitragen. „Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um insbesondere Programm für Familien anzubieten“, freut sich Direktorin Hemma Schmutz auf die Wieder-Öffnung. „Ab heute heißt es in unseren Museen wieder, mit Sicherheit Kunst genießen“, ist Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer überzeugt.

Aktuell zu sehen sind im Lentos neben der Sammlungspräsentation, die monumentalen, fotorealistischen Gemälde des Schweizer Malers Franz Gertsch sowie eine Werkauswahl dessen Künstlerfreunds Luciano Castelli (bis 18. April). Ebenfalls präsentiert werden eine Sonderschau zur feministischen Ikone VALIE EXPORT (bis 28. Februar) und die erste Retrospektive zur Wiener Künstlerin Linda Bilda, deren vielfältige künstlerische Ausdrucksformen die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich und politisch relevanten Fragestellungen in den Fokus rücken (bis 7. März). Die Besucher haben die Möglichkeit, sich im Stil der Künstler Franz Gertsch und VALIE EXPORT an Fotostationen in Szene zu setzen. Ein Schilderparcours gibt Auskunft über die Kunstwerke im Museum. Als Andenken können sich Familien zudem ein Take Away Atelier mit nach Hause nehmen.

Kunstankäufe in Zeiten von Corona

Das Nordico Stadtmuseum bietet die Möglichkeit mit der Sonderausstellung „Graffiti & Bananas“, in die Szene der Linzer Street Art einzutauchen (bis 21. März). Ebenfalls wieder geöffnet ist die Dauerpräsentation „100 % Linz“, die auf vielfältige Weise Einblicke in die Stadtgeschichte und die Wunderkammer des Sammlers Anton Maximilian Pachinger bietet.

Auch die Kunstsammlung des Landes OÖ öffnet ihre Türen im Linzer Ursulinenhof wieder und präsentiert ab morgen unter dem Titel „That’s new an needed II“ die Kunstankäufe in Zeiten von Corona.

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