Energie AG ist auf gutem Weg

Nach einem guten Geschäftshalbjahr hat sich die Energie AG einiges vorgenommen

Energie-AG-Generaldirektor Werner Steinecker freute sich über ein „außerordentlich“ gutes Geschäftshalbjahr.
Energie-AG-Generaldirektor Werner Steinecker freute sich über ein „außerordentlich“ gutes Geschäftshalbjahr. © Energie AG/Walkolbinger

Die Energie AG blickt auf die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2020/21 „außerordentlich“ gut zurück.

Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs gleich um 53,7 Prozent auf 118,5 Millionen Euro an, das Ergebnis vor Steuern schnellte um 68,2 Prozent auf 107,5 Mio. Euro in die Höhe.

Beim Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 9,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro erzielt werden.

Faktor CO2-Zertifikate

„Wir sind auf dem besten Wege“, freute sich Energie AG-Generaldirektor Werner Steinecker über den bisherigen Verlauf des Wirtschaftsjahres. Der größte Teil des Umsatzes entfiel auf das Segment Energie, in dem ein Plus von 12,7 Prozent auf 796,9 Mio. Euro verzeichnet wurde. In diesem Zusammenhang seien laut dem Energieversorger vor allem die Rohstoffpreisentwicklungen, die gestiegenen Erlöse der CO2-Zertifikate, Auslöser für den Umsatzanstieg.

Was die anderen Segmente anbelangt, so machten die Umsätze im Bereich Netz 208,1 Mio. (+ 4,3 Prozent), im Bereich Entsorgung 122,8 Mio. (+7,5 Prozent) und Tschechien 86,6 Mio. Euro(+4,1 Prozent) aus.

Lediglich im Bereich Holding & Service wurde der Umsatz um 1,5 Prozent auf 114,3 Prozent gedrückt.

Für den Abschluss des Geschäftsjahres 2020/21 erwartet Steinecker einen Umsatz von über zwei Milliarden Euro, ähnlich wie im Geschäftsjahr davor.

Zur Neu-Ausschreibung der Vorstandsposten wollte sich der Generaldirektor nicht äußern.

Geplante Investitionen

Im ersten Halbjahr 2020/21 lag die Energie AG mit 69,9 Mio. Euro an Investitionen krisenbedingt noch etwas im Hintertreffen. Diese Investments flossen mehrheitlich in das Segment Netz.

Im Bereich Holding & Services ist der Ausbau des Lichtwellenleiternetzes enthalten. Jährlich werden hier laut Steinecker zwischen 240 und 300 Mio. Euro investiert. Auch darüber hinaus hat sich die Energie AG in nächster Zeit einiges vor genommen. So soll laut Steinecker etwa der Photovoltaik-Solarcampus in Eberstalzell ausgebaut werden. Ferner plant die Energie AG, für rund 50 Millionen Euro ein Wasserkraftwerk am Traunfall zu errichten. Ein Teil der übernommenen Steyrermühl-Kraftwerke wird darüber hinaus als Schaukraftwerk erhalten bleiben.

Das schon länger angedachte Pumpspeicherkraftwerk in Ebensee soll ebenfalls endlich umgesetzt werden.

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