Entlaufener Hund löste Einsatz der Bergretter auf dem Kasberg aus

Besitzer vermutete, dass das Tier abgestürzt sein könnte und setzte einen Notruf ab — Vierbeiner und dehydriertes Herrl (50) gerettet

Ein Hund, der seinem Besitzer bei einer Wanderung zwischen Spitzplaneck und Kasbergalm entlaufen ist, löste am Dienstagnachmittag einen Einsatz von Bergrettern und Alpinpolizisten aus.

Der 50-jährige Deutsche stieg mit seinem jungen Vierbeiner gerade Richtung Alm ab, als dieser plötzlich davonlief und verschwunden blieb. Sein Besitzer vermutete, dass das Tier in dem felsigen Gelände abgestürzt sein könnte und setzte einen Notruf ab.

Die Einsatzkräfte suchten den vermutlichen Absturz- bereich ab und fanden den bellenden Hund unversehrt in 1500 Meter in einem Felsband. Inzwischen war der Mann so erschöpft und dehydriert, dass aber er Unterstützung brauchte. Hund und Herrl wurden zurück zum Hochberghaus gebracht.

Die Hilfe der Bergretter und der Alpinpolizei benötigten am Dienstagnachmittag auch ein Kletterer aus der Steiermark (43) und sein Kollege aus Salzburg (31) bei einer schwierigen Tour am Gosaukamm.

Seile verhängt

Den Männern, die bereits am Vormittag von Filzmoos aufgebrochen waren, gelang es im Zuge des Abstiegs nicht mehr, die an einem Felsvorsprung verhängten Seile zu lösen, wodurch ein weiteres Abseilen unmöglich war. Die Kletterer setzten daher einen Notruf ab. Sie wurden per Tau vom Polizeihubschrauber „Libelle“ aus der Südwand des 2322 Meter hohen Däumlings geborgen und anschließend unversehrt im Tal abgesetzt.

Wie ist Ihre Meinung?