Entscheidung über Mehrheit im US-Senat erst im Jänner

Die oppositionellen Demokraten dürfen weiterhin auf eine Übernahme des US-Senats hoffen.

Der republikanische Senator David Perdue hat im Südstaat Georgia die Wiederwahl mit der erforderlichen absoluten Mehrheit verpasst und muss sich am 5. Jänner neuerlich seinem demokratischen Herausforderer Jon Ossoff stellen.

Dies berichteten US-Medien am Freitagabend (Ortszeit). Mit einem Sieg könnten die Demokraten die republikanische Mehrheit im Senat brechen.

Am 5. Jänner wird nämlich auch über den zweiten Senatssitz von Georgia entschieden. Gewinnen die Demokraten beide Sitze, gibt es in der mächtigeren der beiden Kongresskammern ein Patt der beiden Parteien. Dies würde den Demokraten für eine Kontrolle des Senats reichen, sofern Joe Biden der nächste US-Präsident sein wird. In diesem Fall wäre nämlich Bidens Vizekandidatin Kamala Harris die Senatspräsidentin, die bei Stimmengleichstand entscheidet.

Derzeit haben die Republikaner eine Mehrheit von 53 Sitzen im Senat. Die Demokraten konnten bei der Wahl am Dienstag einen Sitz hinzugewinnen, womit sie mindestens 48 Sitze haben werden. Die Republikaner halten nach dem Zwischenstand bei 48 Sitzen, doch galt als wahrscheinlich, dass noch zwei weitere Sitze in Alaska und North Carolina, wo die jeweiligen Amtsinhaber klar in Führung lagen, dazukommen werden.

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Georgia war bisher eine republikanische Hochburg, doch liegt dort Biden nach einem Zwischenstand knapp vor Trump. Senator Perdue kam auf 49,8 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Ossoff auf 47,9 Prozent. Die Stichwahl um den zweiten Senatssitz findet zwischen dem Demokraten Raphael Warnock (32,9 Prozent) und der Republikanerin Kelly Loeffler (26 Prozent) statt.

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