„Equal Pay Day“ in Oberösterreich

Bis Samstag arbeiten Frauen im Vergleich zu Männergehältern gratis

Cornelia Pöttinger ist designierte Landesleiterin der OÖVP Frauen.
Cornelia Pöttinger ist designierte Landesleiterin der OÖVP Frauen. © ÖAAB/Wakolbinger

Kommenden Samstag ist in Oberösterreich wieder „Equal Pay Day“ — jedes Jahr kennzeichnet dieses errechnete Datum jenen Tag, bis zu welchem Frauen unentgeltlich arbeiten würden, wenn sie ab diesem Tag den gleichen Lohn wie Männer bekämen. Der „Equal Pay Day“ für Gesamtösterreich fiel heuer auf den 25. Februar. Frauen in Österreich arbeiten demnach statistisch gesehen im Vergleich zu Männern 56 Tage im Jahr unbezahlt bzw. verdienen um durchschnittlich 15,2 Prozent weniger als Männer.

„In Oberösterreich haben wir erst am 14. März ,Equal Pay Day’. Damit liegen wir im Österreichvergleich an der unrühmlichen vorletzten Stelle. Unser Anspruch ist ein anderer“, sagt Cornelia Pöttinger, die designierte Landesleiterin der OÖVP Frauen. „Von 1. Jänner bis 14. März haben Frauen in Oberösterreich somit gratis gearbeitet. Das ist nicht gerecht! Wir müssen jeden Tag daran arbeiten, diese Einkommensschere zu schließen und echte Gleichstellung sowie Chancengerechtigkeit am Arbeitsmarkt herbeizuführen. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss selbstverständlich sein.“

Für die OÖVP Frauen brauche es laut Pöttinger außerdem mehr Transparenz beim Einkommen, eine Aufwertung und faire Entlohnung für Pflege- und Sozialberufe, Handel und Pädagogik sowie zusätzliche Maßnahmen, um Frauen die Rückkehr in Vollzeitarbeit zu erleichtern. Ganz oben auf der Agenda stehe darüber hinaus eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Klar ist aber auch, es gibt nicht die eine Maßnahme, die die Situation für berufstätige Eltern schlagartig verbessert. Vielmehr sind es viele kleine Mosaiksteine, unterschiedliche Ansatzpunkte wie das Nutzen der Chancen, die sich durch die Digitalisierung eröffnen, familienfreundlichere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, bessere Rahmenbedingungen im Arbeitsrecht und direkt in den Betrieben sowie der weitere Ausbau der Kinderbetreuungsangebote“, so Pöttinger.

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