Erdäpfelbauern als Krisengewinner

Österreicher zeigen sich beim Kauf patriotisch – Ernte zufriedenstellend

V. l.: Obmann Eferdinger Landl-Erdäpfel Manfred Schauer, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Geschäftsführer Eferdinger Landl-Erdäpfel Ewald Mayr präsentieren die ersten Erdäpfel der Saison.
V. l.: Obmann Eferdinger Landl-Erdäpfel Manfred Schauer, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Geschäftsführer Eferdinger Landl-Erdäpfel Ewald Mayr präsentieren die ersten Erdäpfel der Saison. © Land OÖ/Grilnberger

Oberösterreich ist mit 1200 Hektar Anbaufläche das zweitwichtigste Bundesland bei Erdäpfeln. 400 Hektar davon entfallen auf das Eferdinger Landl – und die dortige Erzeugergemeinschaft vermeldet für heuer Vielversprechendes.

Die Witterung sei bislang für die Erdäpfel gut gewesen, Schädlinge seien bis dato kaum aufgetreten und die nun startende Ernte der Heurigen sei sehr zufriedenstellend, wie Obmann Manfred Schauer auf einem Pressegespräch in Linz sagte. Hinzu kämen, dass infolge der Corona-Krise die Österreicher vermehrt Erdäpfel gekauft hätten – einerseits in den Supermärkten aber durchaus auch immer öfter ab Hof.

Die Anbaufläche im Eferdinger Landl sei entgegen dem österreichweiten Trend stetig gewachsen, 30 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet die Erzeugergemeinschaft mit Heurigen. Laut Geschäftsführer Ewald Mayr steht demnächst auch eine Großinvestition an: Eine Kühllagerhalle. Derzeit laufen die ersten Planungen, die Errichtung sei aber erst „im Jahr 2022“ realistisch.

Agar-Landesrat Max Hiegelsberger lobte das Engagement der Erzeugergemeinschaft und dass heimische Erdäpfel verstärkt nachgefragt werden. „Erfreulich ist, dass im Handel bewusst heimische Qualität nachgefragt wird und unsere Landwirte das entsprechende Angebot sicherstellen.“

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