Erdgas-Streit: Griechenland weist Botschafter Libyens aus

Athen protestiert gegen libysch-türkische Aufteilung des Einflusses

Dendias verwies den libyschen Botschafter des Landes.
Dendias verwies den libyschen Botschafter des Landes. © AFP/Atanasovski

Der Streit um die vermuteten reichen Erdgas-Vorkommen südlich der griechischen Insel Kreta ist am Freitag eskaliert. Aus Protest gegen das Abkommen zwischen der Türkei und Libyen zur Aufteilung ihrer Einfluss- und Interessenszonen im Mittelmeer verweist die griechische Regierung den libyschen Botschafter in Athen des Landes.

Der Diplomat habe drei Tage Zeit, das Land zu verlassen, sagte der griechische Außenminister Nikos Dendias. Das heiße aber nicht, dass man die diplomatischen Beziehungen abbreche.

Griechenland ortet in dem libysch-türkischen Pakt einen Verstoß gegen internationales Seerecht und ortet eine Verletzung des griechischen Festlandsockels. Ein solcher würde Hellas das Recht auf die dortigen Ressourcen geben.

Die Türkei vertritt hingegen die Auffassung, dass Kreta und die griechische Inselgruppe der Dodekanes nur Hoheitsgewässer und keinen Festlandsockel haben.

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