Erfahrene oö. Rotkreuz-Mitarbeiter helfen vier Wochen in der Ukraine

Freiwillige Katastrophenhelferin aus Linz und Kollege aus Wolfern werden Flüchtlingsströme an der Grenze zur Slowakei koordinieren

Um das Leid Tausender Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, etwas zu lindern, braucht es weltweite Solidarität.

Ab 12. April unterstützen daher zwei Rotkreuz-Kräfte aus Oberösterreich – Christine Widmann (54), freiwillige Katastrophenhelferin an der Dienststelle Linz, und Wolfgang Stöckl (61) aus Wolfern (Bez. Steyr-Land) – das ukrainische Rote Kreuz in Ushgorod im Grenzgebiet zur Slowakei.

An der Schaltstelle für die Flüchtlingsbetreuung

Die Hilfe für geflüchtete Menschen im Grenzgebiet zu koordinieren und mit dem ukrainischen Roten Kreuz die Betreuung von Menschen auf der Flucht zu meistern, wird ihre Aufgabe sein. Sie werden etwa vier Wochen lang im Einsatz sein.

Christine Widmann ©RK Tirol/Bourbaev
Christine Widmann ©RK Tirol/Bourbaev

„Das Gebiet wird derzeit zu einem regionalen Hub, also als Schaltstelle, in der Flüchtlingsbetreuung ausgebaut. Die humanitäre Hilfe und die Versorgung bedürftiger Menschen soll verstärkt werden. Dabei unterstützen wir vor allem die Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die seit Ausbruch des bewaffneten Konfliktes rund um die Uhr im Einsatz stehen“, erzählen Widmann und Stöckl, die bereits reichlich Auslandserfahrungen sammelten.

Stöckl, Vater einer erwachsenen Tochter, bereiste bei rund 30 Auslandseinsätzen verschiedenste Teile der Erde. 1988 startete er in Steyr seine Rotkreuz-Karriere als Zivildiener und engagiert sich seither freiwillig als Rettungssanitäter.

Mit dem Konflikt beim Zerfall von Jugoslawien begann Stöckl auch in der Katastrophenhilfe tätig zu werden.

Wolfgang Stöckl ©ÖRK/Mair
Wolfgang Stöckl ©ÖRK/Mair

Im Mai 2017 war Christine Widmann auf einem sechswöchigen Hilfseinsatz in Uganda und Ende Dezember 2020 für vier Wochen im Flüchtlingslager Kara Tepe in Griechenland. 2009 begann sie als freiwillige Rettungssanitäterin in Linz. Danach absolvierte Widmann gilt als Expertin im Hygiene- und Trinkwasserbereich.

„Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiter und Unterstützer. Sie ermöglichen rasche Hilfe für Menschen aus Konfliktgebieten“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger Walter.

Das OÖ. Rote Kreuz richtete zudem für die rasche Hilfe ein Spendenkonto ein:
AT83 3400 0002 0011 3654
SWIFT: RZ00AT2L
Verwendungszweck: Ukraine

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