Erhebungen nach Babyparty in Oberösterreich eingeleitet

Nachdem diese Woche in Steinhaus bei Wels bei einer Babyparty bis zu 30 Menschen zusammengekommen sein sollen, hat die Bezirkshauptmannschaft (BH) Wels-Land Erhebungen eingeleitet. Das bestätigte Bezirkshauptfrau Elisabeth Schwetz Samstagabend dem ORF-Radio Oberösterreich. Wie die APA berichtete, soll sich auch FPÖ-Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner unter den Gästen befunden haben.

Nun werde geprüft, ob die Party gegen die geltenden Corona-Regeln verstoßen hat. Laut Bezirkshauptfrau Schwetz habe die BH von der Zusammenkunft in der Garage durch das Kontaktpersonenmanagement ausgehend vom infizierten Haimbuchner erfahren, berichtete das ORF-Radio Oberösterreich. Bei Verstößen drohen den Teilnehmern eine Geldstrafe von bis zu 1.450 Euro.

Haimbuchners Pressesprecher bestätigte am Freitag lediglich, dass der Landeshauptmannstellvertreter dem frisch gebackenen Vater gratuliert habe. Haimbuchner sei 20 Minuten lang im Freien anwesend gewesen. Zwei Tage danach sei sein Corona-Test positiv verlaufen.

SPÖ-Landesgeschäftsführer Georg Brockmeyer hofft, dass Haimbuchner und seine Familie wohlauf sind, kritisierte in einer Aussendung am Sonntag aber die Teilnahme an einer Garagenparty mitten in der Pandemie: „Das ist typisch FPÖ: Regeln gelten immer nur für die anderen.“ Brockmeyer fordert auch von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) „deutlichere Worte“. Es gehe nicht nur um eine moralische, sondern auch um eine rechtliche Frage.

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