Ermittlungen im Fall “vergessener” Bub in St. Pölten

Im Fall des am Sonntag in St. Pölten von seinen Eltern nächtens “vergessenen” Kleinkindes haben die Ermittlungen der zuständigen Bezirkshauptmannschaft am Mittwoch angedauert. Der – laut Polizei knapp zweieinhalbjährige – Bub sei “wohlauf und bei Krisenpflegeeltern untergebracht”.

Die Eltern des Kindes sind im Bezirk Lilienfeld wohnhaft. In der Causa ist somit die Jugendhilfe der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld zuständig. “Derzeit werden Ermittlungen und Erhebungen mit den Kindeseltern durchgeführt. In weiterer Folge besteht für die Jugendhilfe Lilienfeld die Möglichkeit, beim zuständigen Bezirksgericht einen Antrag auf Übertragung der Obsorge für das minderjährige Kind zu stellen”, erläuterte Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller auf Anfrage.

Am Sonntag gegen 3.15 Uhr war auf dem Domplatz in St. Pölten ein herrenloser Kinderwagen mit dem Buben aufgefunden worden. Von Mutter und Vater fehlte jede Spur. Sie sollen in der Stadt unterwegs gewesen sein.

Der Bub wurde vorerst in das Universitätsklinikum St. Pölten gebracht. Er war unversehrt. Laut Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld wurde seitens der Jugendhilfe des Magistrats der Landeshauptstadt eine Erstmaßnahme in Form eines “vorläufigen Ausfolgeverbotes des Kindes” gesetzt. Die Eltern meldeten sich Polizeiangaben zufolge erst nach 7.00 Uhr bei der Inspektion Bahnhof und gaben an, dass sie ihr “Kind verloren” hätten.

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