Erneut Schlachthof in Niederlanden nach Corona-Ausbruch geschlossen

Erneut ist in den Niederlanden ein Schlachthof nach einem Corona-Ausbruch geschlossen worden. 21 Mitarbeiter waren positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilten die Behörden am Freitag in Helmond im Südosten des Landes nahe der deutsche Grenze mit.

Die Gesundheitsbehörden hatten als Stichprobe zunächst 130 der insgesamt 1.700 Mitarbeiter getestet, nachdem Anfang der Woche bereits einige Infektionsfälle festgestellt worden waren. Es bestehe die Gefahr, dass der Schlachthof ein Ansteckungsherd sei oder werden könne, heißt es in der Erklärung. Die infizierten Mitarbeiter sowie ihre Mitbewohner wurden in ein Hotel gebracht und müssen dort zwei Wochen in Quarantäne bleiben.


Das Unternehmen Van Rooi Meat erklärte, dass in der Fabrik alle Sicherheitsvorkehrungen gegen das Coronavirus getroffen waren. Alle Mitarbeiter hätten Schutzkleidung getragen.

Der niederländische Gewerkschaftsbund FNV forderte, dass alle rund 30.000 Mitarbeiter in der Fleischindustrie auf das Virus getestet werden. Viele Mitarbeiter sind Arbeitsmigranten aus Osteuropa, die oft in Sammelunterkünften in Deutschland untergebracht werden.

Zuvor hatten bereits zwei Schlachthöfe der Gruppe Vion geschlossen werden müssen, nachdem sich Dutzende Mitarbeiter infiziert hatten. Davon wohnten viele in Deutschland in der Grenzregion. In Bad Bramstedt war auch ein Vion-Schlachthof wegen Corona-Ausbruchs geschlossen worden.

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