Zweijahresvertrag: Ried verlängerte mit „Retter“ Andreas Heraf

„Es ging um Existenzen“, atmete Coach Heraf nach dem Klassenerhalt durch

Eine verschworene Gemeinschaft: Unter Andreas Heraf ist die SV Ried weiter ungeschlagen und der Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga fixiert.
Eine verschworene Gemeinschaft: Unter Andreas Heraf ist die SV Ried weiter ungeschlagen und der Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga fixiert. © APA/EXPA-Hackl

„Ich habe die totale Erleichterung verspürt, es ist eine große Last abgefallen.“ So beschrieb Andreas Heraf im Gespräch mit dem VOLKSBLATT den Moment nach dem Schlusspfiff am Dienstag Abend, nach dem 0:0 gegen die Admira, mit dem die SV Guntamatic Ried endgültig den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga fixiert hatte. Nicht einmal drei Tage später, am Freitag Vormitttag, erfolgte die Vertragsverlängerung mit Heraf bis 2023.

Dabei dachte der Coach, der auch nach acht Spielen ungeschlagen ist, längst nicht nur an sich: „Es ist um viel gegangen, um den ganzen Verein, um Arbeitsplätze, um Existenzen. Der Klassenerhalt ist auch wichtig für die Fans und die ganze Region“, strich Heraf hervor.

Waren die Innviertler bei seinem Amtsantritt in der Krise, haben sie nun sogar noch eine kleine Chance auf die Teilnahme am Europacup-Play-off. Dafür müsste man in den letzten beiden Runden Hartberg oder die Austria überholt werden: „Ein Zuckerl, das wir mitnehmen, wenn es sich ergibt.“

Eine verschworene Gemeinschaft: Unter Andreas Heraf ist die SV Ried weiter ungeschlagen und der Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga fixiert.
Andreas Heraf ©APA/EXPA-Hackl

Fix ist hingegen, dass Heraf in Ried bleibt: Bereits am Mittwoch gab es das erste Gespräch. „Wir haben über den Kader und das Trainerteam gesprochen“, so der 53-Jährige. „Man weiß, dass ich bleiben möchte und dass der Verein weiter mit mir zusammenarbeiten möchte. Jetzt müssen wir schauen, dass wir das zu Papier bringen“, erklärte Heraf.

Das gelang dann bereits im zweiten Meeting am Freitag Vormittag, der 53-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2023.

„Wir hatten den Klassenerhalt als unser großes Saisonziel ausgegeben. Andreas Heraf hat in den vergangenen Wochen Stabilität in die Mannschaft gebracht und damit ganz wesentlich dazu beigetragen, dass wir unser Ziel erreicht haben. Diese Konstanz, die wir auf dem Platz gesehen haben, möchten wir auch auf der Position des Cheftrainers sicherstellen“, erklärte SVR-Sportkoordinator Wolfgang Fiala.

Auch Heraf war happy: „Ich freue mich riesig. Wir können jetzt da weitermachen, wo mir momentan mittendrin sind. Die Zusammenarbeit mit der Mannschaft funktioniert großartig. Wir wollen uns jeden Tag weiterentwickeln. Ich freue mich jetzt schon auf die Vorbereitung für die nächste Saison und bin davon überzeugt, dass wir mit dem einen oder anderen Neuzugang eine schlagkräftige Mannschaft formen können“, meinte Heraf.

Gründe für Trendwende

Heraf ortet übrigens zwei Hauptgründe für die Trendwende:

  1. Die grundlegende taktische Änderung hin zu einer kompakten Defensive, die die Mannschaft zudem „schnell umgesetzt und sehr diszipliniert durchgezogen hat“.
  2. Der große Kader: „Es war fast das schwierigste das zu handhaben und immer neun Spieler auf die Tribüne zu setzen.“ Aber dadurch (und durch die Rotation) wurden auch „Konkurrenzkampf und Stimmung hochgehalten“.

Von Roland Korntner

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