Erste Sitzung der OPEC+ nach EU-Einigung zu Ölembargo

Nach der jüngsten Einigung der EU-Staaten auf Importbeschränkungen für russisches Öl berät die Erdöl-Allianz OPEC+ am Donnerstag über ihre weitere Förderstrategie. Vor der monatlichen Online-Sitzung wurde die Frage diskutiert, ob Russland auch in Zukunft an die Produktionsvereinbarungen des Kartells gebunden bleibt, oder wegen des Sanktionsdrucks davon befreit wird. Laut dem „Wall Street Journal“ erwägen einige der Mitglieder, das Ölförderabkommen mit Russland auszusetzen.

Denn Russland konnte zuletzt seine Förderziele im Rahmen der OPEC+ nicht erfüllen. Moskaus Außenminister Sergei Lawrow betonte jedoch am Mittwoch die Wichtigkeit der Ölallianz, die aus der von Saudi-Arabien dominierten Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sowie aus Kooperationspartnern um Russland besteht. In seinen Gesprächen mit arabischen Kollegen seien die bisherigen Absprachen bestätigt worden, sagte Lawrow laut der staatlichen Agentur Tass.

Sollte es am Donnerstag zu keinen Änderungen in der Struktur der OPEC+ kommen, könnte die Gruppierung ihre gesamte tägliche Fördermenge im Juli wie erwartet um rund 400.000 Barrel (je 159 Liter) ausweiten.

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