Erster ÖBB-Nachtzug nach Corona-Pause abgefahren

Die ÖBB haben am Freitagabend ihre Nachtzugverbindungen nach der Coronapause wieder aufgenommen. Wie der Staatsbetrieb mitteilte, verabschiedeten Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), ÖBB-Chef Andreas Matthä und ÖBB-Personenverkehrs-Vorständin Michaela Huber gemeinsam den ersten Nightjet nach Hamburg. Die ÖBB sind nach eigenen Angaben der größte Anbieter von Nachtreisezügen in Europa.

Gewessler zeigte sich erfreut, dass Nachtzugverbindungen nun wieder möglich seien. “Wir werden in den nächsten Jahren gemeinsam einen Fokus auf den Ausbau der Nachtzüge legen”, sagte sie. Schon jetzt sei Wien die Stadt mit den meisten Nachtzugverbindungen der EU. “Diese Vorreiterrolle werden wir stärken.”

“Die Buchungszahlen stimmen uns positiv, dass das Nachtzugangebot auch jetzt wieder voll im Trend liegt”, sagte Matthä. Huber verwies darauf, dass mit der Wiederaufnahme der Nightjets “nun auch Gäste aus unseren Nachbarländern Österreich neu entdecken können”.

Neben Einzelplätzen in Sitzwagen, Liegewagen mit vier Abteilen oder im Schlafwagen können künftig auch Abteile in den drei Komfortkategorien als eigenes Privatabteil gebucht werden, hieß es. So können die Fahrgäste mit ihrer Familie oder ihren Freunden in einem eigenen Abteil reisen, ohne dieses mit fremden Mitreisenden teilen zu müssen. Auch würden die Nightjets vor und nach jeder Fahrt gründlich gereinigt, im Bordverkauf gebe es Desinfektionssprays und Masken zu kaufen.

Die ÖBB sind nach eigenen Angaben der größte Anbieter von Nachtreisezügen in Europa. Das Nachtzugangebot umfasse 27 Linien, seit Jänner gibt es auch eine Verbindung nach Brüssel. Im Winter seien weitere Destinationen wie Amsterdam geplant.

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