Erster Punkteverlust, aber LASK auch mit “zweitem Anzug” ungeschlagen

Thomas Sabitzer war einer von acht Spielern, die neu in die LASK-Startelf gekommen waren. © Foto: APA/EXPA-Eisenbauer

Der LASK blieb auch im siebenten Pflichtspiel unter Coach Valerien Ismael ungeschlagen, musste durch ein 1:1 (0:1) gegen Aufsteiger WSG Tirol aber vor 5338 Zuschauern in der Raiffeisen-Arena in der 4. Runde der Fußball-Bundesliga den ersten Punkteverlust der laufenden Meisterschaft hinnehmen.

Von Roland Korntner

Rotation, für LASK-Trainer Valerien Ismael kein leers Schlagwort. Im Gegenteil. Er treibt es auf die Spitze. Im Vergleich zur Europacup-Sternstunde am Dienstag gegen Basel (3:1) und vor dem nächsten Highlight gegen den FC Brügge am Dienstag veränderte er die Mannschaft gleich an acht Positionen – lediglich Torhüter Schlager, Kapitän und Abwehrchef Trauner sowie der zentrale Mittelfeldroutinier Holland blieben in der Startelf. Diese wurde mit Wostry, Celic, Haudum, Müller, Andrade, Sabitzer, Raguz und Frieser komplettiert.

Trotzdem hatten die Hausherren zunächst alles im Griff. Dieser “zweite Anzug” sitzte, obwohl sich der eine oder andere Leerlauf einschlich, die Abstimmung nicht immer zu 100 Prozent klappte. Auch die frühe Führung war in Reichweite, doch Raguz setzte einen Kopfball daneben (9.) und Sabitzer schoss in aussichtsreicher Position am langen Eck vorbei (16.). Zudem traf Raguz einen Volley nicht optimal (42.).

Tiroler Führung durch Dedic

Das sollte sich rächen, denn mit der zweiten gefährlichen Offensivaktion gingen die Tiroler in Führung. Erst war Grgic mit seinem Versuch aus spitzem Winkel noch an Torhüter Schlager gescheitert (27.), dann verwertete aber Dedic seine Flanke zum 0:1 (44.). Die erste Ausgleichschance fanden die Athletiker noch vor der Pause vor, doch der Kopfball von Trauner nah einem Eckball verfehlte das Gehäuse (45. +2).

Nach dem Seitenwechsel drückte der LASK nach einer Schrecksekunde – Schläger klärte gegen Dedic (51.) richtig aufs Tempo. Doch im Abschluss blieben die Athletiker glücklos. Raguz traf einen Kopfball nicht richtig (52.), Sabitzer, der allein aufs Tor lief, fand seinen Meister in Keeper Oswald (70.) und Müllers Versuch zog knapp am langen Eck vorbei (75.).

Wiesinger gelang der Ausgleich

Dazwischen freilich auch noch eine Top-Chance für die wattener, doch Schlager parierte den starken Schuss von Prantner (73.).

Die unermüdlichen Offensivbemühungen der Linzer wurden schließlich aber doch belohnt. Der für Holland eingewechselte Michorl brachte eine Ecke halbhoch aufs kurze Eck, von wo der ebenfalls neu ins Spiel begrachte Wiesinger (für Trauner) den Ball ins Tor lenkte.

Beide Trainer konnten mit dem Punkt gut leben

“Wir haben ein richtig gute Spiel gesehen, das hat Spaß gemacht”, war LASK-Coach Valerien Ismael mit der Leistung zufrieden. Lediglich die mangelnde Effektivität und einen nicht gegeben Elfer an Raguz in Hälfte eins ärgerten ihn. Aber: “Zehn Punkte aus vier Spielen sind absolut in Ordnung.”

Auch sein Gegenüber Thomas Silberberger konnte “mit dem Remis gut leben”. Von einer B-Elf oder einem zweiten Anzug beim LASK wollte er nichts wissen, denn: “Der LASK und sein ganzes Umfeld strotzen vor Selbstvertrauen.”

LASK – WSG Tirol 1:1 (0:1). Pasching, Raiffeisen Arena, 5.338, F. Ouschan.
Tore: 0:1 (44.) Dedic, 1:1 (81.) Wiesinger.

LASK: A. Schlager – Wostry, Trauner (64. Wiesinger), Celic – Haudum (46. Otubanjo), V. Müller, Holland (53. Michorl), Andrade – Sabitzer, Raguz, Frieser.
Tirol: Oswald – Hager, Cabrera, D. Gugganig, Nitzlnader (81. Adjei) – Toplitsch (65. Rieder), L. Grgic, Svoboda – Walch (57. Neurauter), Dedic, Pranter.
Gelbe Karten: Celic, Ismael (Trainer) bzw. L. Grgic, Rieder.

 

 

 

 

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