Erster Schritt zu umfassender Herkunftskennzeichnung

Verordnungsentwurf geht Agrarpolitikern nicht weit genug

Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger lobt den Verordnungsentwurf als guten, ersten Schritt.
Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger lobt den Verordnungsentwurf als guten, ersten Schritt. © Land OÖ

Die transparente Kennzeichnung der Herkunft von Lebensmitteln ist seit Jahren eine zentrale Forderung des Bauernbundes.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat nun einen Verordnungsentwurf für die Herkunftskennzeichnung der Primärzutaten Rindfleisch und Eier in der öffentlichen und privaten Gemeinschaftsverpflegung vorgelegt.

Oberösterreichs Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder und Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger begrüßten den Entwurf.

Hiegelsberger forderte jedoch rasch weitere Schritte, die Zukunft der heimischen Landwirtschaft stehe auf dem Spiel. „Den Entwurf sehe ich als Startpunkt für eine weitergehende Kennzeichnungspflicht. Der rechtliche Rahmen in der EU sollte bestmöglich ausgeschöpft werden, die Herkunftskennzeichnung ist zentral für die positive Entwicklung der bäuerlichen Familienbetriebe.“

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger wollte auf EU-Ebene darauf drängen, dass eine Herkunftskennzeichnung in verarbeiteten Produkten und in der Gemeinschaftsverpflegung unter anderem von Schweinefleisch, Geflügel und Milch langfristig möglich werde.

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Angesichts der Coronakrise und der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Gastronomie kann sich Köstinger eine Länder-Kennzeichnung für Rindfleisch- und Eierprodukte bei Restaurants und Gasthäusern derzeit jedoch nicht vorstellen.

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