Erstes Quartal brachte für Voest Rekordumsatz

Ergebnis blieb in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes Reparatur des Hochofens in Linz dauert etwas länger als geplant

voestalpine-Chef Wolfgang Eder sieht die Verzögerung bei der Hochofen-Reparatur nicht als dramatisch an.
voestalpine-Chef Wolfgang Eder sieht die Verzögerung bei der Hochofen-Reparatur nicht als dramatisch an. © APA/Punz

Die voestalpine startete mit einem Rekordumsatz im ersten Quartal in das mit April begonnene Geschäftsjahr 2018/19. 3,5 Milliarden Euro standen per 30. Juni zu Buche, vergangenes Jahr belief sich der Umsatz auf 3,3 Mrd. Euro. Ausschlaggebend für die Steigerung war vor allem die beschleunigte Nachfrage aus der Automobilindustrie. Das Ergebnis des Vorjahres konnte indes beinahe gehalten werden. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich geringfügig um 0,2 Prozent auf 513 Mio. Euro. Der operative Gewinn sank stärker –um 1,5 Prozent oder 5 Mio. Euro auf 323,8 Mio. Euro. Beim Ergebnis nach Steuern gab es eine Steigerung von 218 auf 224 Mio. Euro.

Reparatur in Linz

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In Linz wird derzeit eine Hochofen-Großreparatur durchgeführt. Der etwa alle 14 Jahre nötige Vorgang soll 180 bis 185 Mio. Euro kosten und Anfang Oktober beendet sein – geplant war ursprünglich Mitte September. Die Grund dafür findet sich im Beginn des Reparaturprozesses. Wie Voest-Chef Wolfgang Eder erklärte sei der Unsicherheitsfaktor der sogenannte „Sauabstich“, wenn der Hochofen nach mehr als einem Jahrzehnt aufgemacht wird. „Bei diesem ‚Sauabstich‘ haben wir einige Tage länger gebraucht, den Hochofen auszuräumen“, berichtete Eder. Man sei aber nicht weit weg vom Idealterminplan. Als Gefahr für das Gesamtjahr sieht man bei der Voest den zunehmenden Protektionismus im internationalen Handel. Bei einem globalen Handelskrieg werde es nur Verlierer geben, so Eder.