Es bleibt wie verhext: „Dann kann man zum Fußballspielen aufhören“

LASK verlor bei bitterem 3:3 gegen Tirol zwei Punkte, Kapitän und Trainer

Trotz seines Treffers der Unglücksrabe: Gernot Trauner (M.).
Trotz seines Treffers der Unglücksrabe: Gernot Trauner (M.). © APA/EXPA/Eisenbauer

„Haste Sch… am Fuß, haste Sch… am Fuß“, lautete ein legendärer Spruch vom deutschen Weltmeister Andreas Brehme.

Was zur aktuellen Situation des LASK passt, wie die Faust aufs Auge. Denn die Meisterrunde blieb beim spektakulären 3:3 gegen die WSG Tirol wie verhext.

Zum wiederholten Male legten sich die Linzer selbst ein Ei, beim 0:1 köpfelte Petar Filipovic den Ball ohne jegliche Gefahr vor Goalie Alexander Schlager weg und ins eigene Tor (24.). „Ein Blackout“, gab Filipovic zu.

Beim 2:2 traf Gernot Trauner im Zweikampf Benjamin Pranter leicht am Fuß, für Schiedsrichter Ouschan ein Elfmeter — den Baden Frederiksen verwandelte (70.).

Auch beim 3:3 durch Frederiksen (84.) war Trauner der Unglücksrabe, verfehlte erst den Ball, dann ging der Däne zu Boden, was Ouschan erneut als Strafstoß wertete. Eine krasse Fehlentscheidung und doppelt bitter, weil Trauner auch Gelb-Rot sah und nun am Mittwoch gegen den WAC fehlt.

Gleiches gilt für Trainer Dominik Thalhammer, der sich nach Schlusspfiff heftig beim Referee beschwerte. „Wenn das Situationen sind, die man ahndet, kann man zum Fußballspielen aufhören“, schimpfte er.

LASK übte Selbstkritik

Was ihn ehrt: Der LASK- Coach suchte die Hauptschuld nicht bei den Offiziellen. „Man muss bei sich beginnen, nach dem 2:1 müssen wir den Gegner killen.“

Die Linzer hatten das Match im Griff, verzeichneten 19:7 Torschüsse und überzeugten phasenweise endlich wieder mit druckvollem Offensivspiel. Johannes Eggestein beendete beim 1:1 nach Grgic-Assist seine Durststrecke, traf erstmals seit Ende Februar.

Thomas Goiginger drehte die Partie mit einem Traumtor (54.), nach dem 2:2 schlug Trauner per Kopf nach Holland-Einwurf zu. Selbst nach dem 3:3 war der LASK in Unterzahl dem Sieg näher, trotzdem reichte es nicht zum ersten Dreier in der Liga nach einem Rückstand. Das einzig Positive: Die Linzer schlossen zum Dritten Sturm auf. Ein schwacher Trost.

Von Christoph Gaigg

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