Es grünt so grün daheim

Auch wenn unserer Bewegungsfreiheit gerade eingeschränkt ist – der eigene Garten, der Balkon oder auch das Fensterbrett können uns in der herausfordernden Zeit Freude bereiten. Und zu tun gibt es immer etwas. Der Frühling ist da und es ist auch heuer Zeit zum Garteln.

Fangen wir klein an: Wer keinen Balkon oder gar einen Garten sein Eigen nennt, ein Platzerl am Fenster findet sich sicher. Oft sind es kleine Dinge, die uns erfreuen und uns den Frühling näher bringen.

Eine Gartenarbeit, die bereits die Kleinsten erledigen können – und die dann auch noch kulinarische Freude bereitet – ist das Anbauen von Kresse. Dazu braucht es nicht viel: Watte, Küchenrolle oder eine Serviette und — in den meisten Supermärkten erhältlich — Kressesamen.

Wer bastlerisch begabt ist, pflanzt die Samen auf nasser Watte in bemalte Eierschalen, mit Plastik ausgelegte Zündholzschachterl oder andere wasserfeste Behältnisse. Dann nur noch regelmäßig gießen und beim Wachsen zuschauen. Das Prinzip funktioniert auch mit anderen Samen wie jenen für Radieschen, rote Beete, etc.

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Die Sprossen machen sich wunderbar auf Salaten, Broten oder eignen sich auch einfach zum Naschen. Probieren Sie verschiedene Sorten aus, geschmacklich unterscheiden sie sich stark.

Zugegebenermaßen viel Wissen, Geduld und Zeit braucht ein ganz spezielles Pflanzenhobby, das Ziehen von Bonsais. Aber viele Menschen haben gerade jetzt mehr Zeit und ein intensives Beschäftigen mit einem Thema kann eine gute Ablenkung sein.

Also, rein ins Internet, wo es viele viele Anleitungen und Videos gibt, die das Bonsai-Hobby einfacher machen. Interessant dabei ist, dass aus sehr vielen Bäumen — auch aus heimischen — eine Miniversion gezogen werden kann.

Lassen Sie es am Fensterbrett sprießen

Auf den heimischen Balkonen sprießt und blüht es bereits — ja, wenn man im Herbst fleißig war und Blumenzwiebel für Märzenbecher, Tulpe und Co. ausgelegt hat. Wenn das eine sprießt, sprießt meist das andere auch — gemeint ist das Unkraut und das kann dann auch gleich gründlich gejätet werden — das gilt natürlich auch für den Garten. Wer schon begonnen hat, seinen eigenen Pflanzennachwuchs drinnen vorzuziehen, kann die ersten Anzuchten bereits pikieren bzw. die Samen von Sommerblumen und wärmebedürftigen Gemüsesorten in die Erde stecken und am sonnigen Fensterbrett und unter einer Haube aus durchsichtigem Plastik sprießen lassen.

Karotten, Radieschen, Bohnen, Wintersalate, Spinat, aber auch Petersilie können im Garten angesät werden, auch Frühkartoffeln dürfen schon in die Erde. Kälteempfindliche Kräuter bleiben besser noch am Küchenfensterbrett, können aber an warmen Tagen schon ein bisschen Frischluft schnuppern.

Apropos Garten: Wer seine Rosen noch nicht zurückgeschnitten hat, sollte das unbedingt machen. Bei Kletterrosen Seitentriebe auf vier bis fünf Augen zurückschneiden, bei einmalblühenden Blumen auf zwei bis drei. Edel-, Beet- und Zwergrosen können kräftig zurückgeschnitten werden. So bilden sie viele neue Triebe, an denen dann die Blütenknospen wachsen. Rose, Magnolie und Schmetterlingsstrauch können jetzt gepflanzt werden, ebenso wie immergrüne Nadel- und Laubgehölze.

Wenn nötig, kann der Rasen zum ersten Mal gemäht werden. Wichtig dabei ist, dass er nicht mehr zu feucht ist. Nach dem ersten oder zweiten Mal Mähen kann der Rasen auch vertikutiert und gedüngt werden.


Bonsai

©Moshammer

Das Aufziehen eines Bonsais kann mit einem Samen starten, dann dauert es jedoch rund fünf Jahre, bis mit dem Gestalten begonnen werden kann.

Wer einen kleinen Baum besitzt, kann loslegen und das bedeutet schneiden und drahten, denn es geht darum, die Pflanze klein zu halten.

Welche Gestalt der Baum haben soll, muss gut überlegt sein, denn nur durch genaue Planung kann entschieden werden, welcher Ast weg muss und welcher gebogen wird.

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