„Es war wie ein Märchentraum“

Welser Sängerin könnte im Dezember Dieter Bohlens „Supertalent“ werden

Die ursprünglich aus Trinidad stammende Sängerin Katiuska Mc Lean könnte im Finale 100.000 Euro kassieren.

Von Andreas Huber

„Never tear us apart“. Mit diesem Song aus dem Film „50 Shades of Grey“ präsentierte sich die Welser Sängerin Katiuska Mc Lean Ende September einem Millionenpublikum, als sie auf der Bühne der RTL-Castingshow „Das Supertalent“ auftrat. Die Resonanz war enorm: Das Publikum im Metropol Theater in Bremen reagierte mit Standing Ovations. Die Jury war ebenso angetan: Nachdem gleich alle drei (!) Juroren „gebuzzert“ haben, überreichte Dieter Bohlen höchstpersönlich einen „Supertalent-Stern“.

Finale am 21. Dezember

Mit diesem im Gepäck hat die aus Trinidad stammende Mc Lean nun die große Chance, ins Finale am 21. Dezember einzuziehen. Wer dann tatsächlich dort landet, wird hinter verschlossenen Türen entschieden – zehn Künstler werden es am Ende sein, die dann um die Krone rittern. Es wird angenommen, dass während der zehn Shows im Vorfeld ein paar „Sterne“ mehr vergeben werden, deshalb der Unsicherheitsfaktor. Auf den Gewinner wartet kurz vor Weihnachten übrigens neben dem Titel „Das Supertalent 2019“ auch eine satte Siegprämie von 100.000 Euro. Um das Geld geht es der dreifachen Mutter – die bereits mit neun Jahren angefangen hat, Songs zu schreiben und zu singen – jedoch nicht wirklich, wie die 42-Jährige im Gespräch mit dem VOLKSBLATT betont: „Ich denke nicht daran. Ein Schritt nach dem anderen. Mir ist viel wichtiger, dass ich in der Musikbranche Fuß fassen kann, die richtigen Menschen kennenlernen kann.“ Vielmehr sei es schon immer ihr „innerer Wunsch“ gewesen, Teil der Musikbranche zu sein. Ängste hätten sie daran viel zu lange gehindert, das erkenne sie jetzt. „Aber ich komme immer wieder darauf zurück … ich kann nicht aufhören. Mein Mut ist nun größer geworden.“ Die Büroangestellte hängte jedoch ihr verstärktes Engagement in diese Richtung nicht an die große Glocke: „Ich habe niemanden von meiner Familie von meinem Auftritt bei ,Supertalent’ erzählt, auch nicht meinen Kindern“, so Mc Lean. Die Welserin weihte einzig und allein ihren Freund ein: „Er hat mir überhaupt den nötigen Schubs dazu gegeben“, verrät sie.

„Es war überwältigend“

Als sie den „Stern“ von Bohlen überreicht bekam, war das „wie ein Märchentraum“, schwärmt die Sängerin. „Es war überwältigend. Ich war wirklich sprachlos.“

Sollte das oö. Talent tatsächlich von der Jury für das Finale im Dezember ausgewählt werden, braucht es wieder ein neues Lied. Mc Lean ist schon am tüfteln: „Natürlich bereite ich mich für den Fall der Fälle vor. Einen Song habe ich jedoch noch nicht fixiert. Ich schwanke zwischen etwas Schnellem und etwas Einfühlsamen. Mal sehen.“

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