Ettl: “Diese Krise hat keine positiven Effekte”

“Diese Krise hat keine positiven Effekte, nur negative”, sagte FMA-Chef Ettl im “Standard”. Es gehe darum, “möglichst große Teile der österreichischen Wirtschaft durchzubringen” und die Schäden zu minimieren. Die von der Aufsicht freigegebenen Puffer der Banken betragen 38 Mrd. Euro, damit könne man rund 300 Mrd. Euro an Finanzierungen abstützen.

“Die Banken stehen stabil da”, versichert Ettl, sie haben mit 16 Prozent die höchste Eigenkapitalausstattung, die sie jemals hatten und wenig notleidende Kredite (NPL). Aus ihren Puffern können sie die Wirtschaft weiterfinanzieren. Nur wenn die Krise lang werde, werden auch die Puffer irgendwann aufgebraucht sein. Wann das sein wird, kann niemand sagen. “Wenn wir das Land in den nächsten drei Monaten wieder aufsperren, wird das Bankensystem keinen großen Schaden nehmen.”

Derzeit gehe Österreich “durch eine ganz, ganz tiefe Krise und daher ist es für niemanden ratsam, seine Reserven auszuhöhlen. Ist doch klar”, sagt Ettl zu einem Dividendenverbot. Auch müssten jetzt alle Opfer in Kauf nehmen. “Es kann nicht sein, dass nur ein Teil der Gesellschaft zahlen muss.”

Es sei erstaunlich, wie schnell sich “Gangster” auf die neue Situation einstellen. Das beginne damit, “dass nette Menschen älteren anbieten, ihnen Geld aus der Bank zu holen, endet bei kriminellen Internetaktivitäten, die jetzt einfach gehen, weil jeder vor dem Bildschirm sitzt”.

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