EU billigt Wasserstoff-Förderungen

Soll auch zusätzliche private Investoren animieren

Auch die voestalpine setzt auf Wasserstoff, um die Stahlproduktionzu dekarbonisieren.
Auch die voestalpine setzt auf Wasserstoff, um die Stahlproduktionzu dekarbonisieren. © voestalpine

Im Kampf gegen den Klimawandel dürfen Deutschland und andere EU-Staaten die europäische Wasserstoffindustrie mit bis zu 5,4 Mrd. Euro unterstützen.

Die EU-Wettbewerbshüter haben grünes Licht für die milliardenschwere Förderung zur Unterstützung der Energiewende gegeben. Die EU-Kommission geht davon aus, dass durch die Förderung zusätzlich private Investitionen von knapp neun Mrd. Euro mobilisiert werden dürften.

Nach Angaben des deutschen Wirtschafts- und Finanzministeriums ist die nun genehmigte Förderung die erste von mehreren Wellen. Mit dabei seien vier erste Projekte aus Deutschland.

„Weitere Projekte aus Deutschland befinden sich noch im Genehmigungsverfahren“, teilten die Ministerien mit. Bei der Entscheidung von Freitag gehe es vor allem um Technologie. Für den Herbst werde eine Industriewelle erwartet. Zudem seien Vorhaben für den Bereich Mobilität und Infrastruktur in Planung.

„Wasserstoff hat ein enormes Zukunftspotenzial. Er ist für die Diversifizierung der Energiequellen und den ökologischen Wandel unverzichtbar“, sagte die für Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Binnenmarktkommissar Thierry Breton betonte, das Vorhaben könne dazu führen, dass EU-Unternehmen in der Wasserstoffindustrie führend werden.

Weil die Produktion von Wasserstoff als wichtiges Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse gilt, ist auf EU-Ebene ein sogenanntes “Important Project of Common European Interest” (IPCEI) ins Leben gerufen worden. Dadurch gelten weniger strenge Regeln, wenn Unternehmen mit Staatsgeldern unterstützt werden.

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