Holprige Veröffentlichung der Coronahilfen

Die von der Regierung angekündigte Veröffentlichung der Coronahilfen über 100.000 Euro ist Donnerstag schleppend angelaufen. Gegen Mittag waren über die entsprechende Datenbank der EU-Kommission erst einige Dutzend neu eingemeldete Förderungen abrufbar. Das Finanzministerium verwies auf technische Probleme seitens der Kommission, deren Server zuvor mehrere offline gewesen war. Als größter Empfänger von Coronahilfen in Österreich schienen vorerst die Austrian Airlines auf.

In den kurz nach Mittag von der APA abgerufenen neuen Daten scheinen vor allem Bürgschaften der Covid-19-Finanzierungsagentur COFAG auf. Sie garantiert demnach bei den Austrian Airlines für 270 Mio. Euro. Ebenfalls hohe Bürgschaften der Bundesagentur laufen für den Motorenhersteller BRP-Rotax (49,5 Mio. Euro), für das Verkehrsbüro (30,6 Mio. Euro) sowie für das steirische Handelsunternehmen Kastner & Öhler (20,7 Mio. Euro) und für die Cineplexx-Kinos (16,2 Mio. Euro).

Allerdings waren vorerst nicht annähernd die von der Regierung angekündigten 21.000 Förderfälle abrufbar. In der Datenbank schienen nur einige Dutzend am Donnerstag veröffentlichte Einträge auf. Das Finanzministerium verwies auf APA-Anfrage auf technische Probleme seitens der EU-Kommission und darauf, dass die Daten permanent aktualisiert würden.

Die Regierung in Wien hatte am Mittwoch angekündigt, dass Unternehmen, die im Vorjahr Corona-Unterstützungen über 100.000 Euro erhalten haben, ab Donnerstag in der Förderdatenbank der EU veröffentlicht werden. Die Veröffentlichung betrifft laut Finanzministerium Förderungen mit einem Gesamtvolumen von 6,7 Mrd. Euro, davon 2,3 Mrd. Euro Zuschüsse und der Rest Garantien. Förderungen unter 100.000 Euro werden nicht veröffentlicht.

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