EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen beendet Quarantäne

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beendet ihre vorsorgliche Coronavirus-Quarantäne. Die 61-Jährige teilte am Dienstag mit, sie werde ihre Selbstisolation am Abend verlassen. Damit hält die deutsche Politikerin die belgischen Vorgaben zur Quarantäne-Pflicht bei Verdachtsfällen von einer Woche ein. Das zur EU gehörende Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) schreibt dagegen derzeit noch 14 Tage vor.

Von der Leyen hatte sich am Montag in Quarantäne begeben. Zur Begründung erklärte sie, sie habe am vergangenen Dienstag an einem Treffen in Portugal teilgenommen, bei dem auch eine Person gewesen sei, die am Sonntag positiv getestet worden sei. Zwei Coronavirus-Tests am vergangenen Donnerstag und am Montag fielen bei von der Leyen negativ aus. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte, das Ende der Selbstisolation der Präsidentin stehe in Einklang mit den belgischen Regelungen.

Belgien hatte die Quarantäne-Zeit bei Verdachtsfällen am 1. Oktober von 14 auf sieben Tage verkürzt, obwohl die Zahl der Neuinfektionen in dem Land zu den höchsten in Europa gehört. Das deutsche Auswärtige Amt hat Belgien zum Risikogebiet erklärt.

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