EU soll die Nachhaltigkeit anzeigen

„Repair-Siegel“ soll Reparaturfreundlichkeit von Elektro-Kleingeräten einfach und klar ersichtlich machen

V. l.: OÖVP-KO Helena Kirchmayr, LH Thomas Stelzer und OÖVP-Spitzenkandidatin NR-Abg. Angelika Winzig
V. l.: OÖVP-KO Helena Kirchmayr, LH Thomas Stelzer und OÖVP-Spitzenkandidatin NR-Abg. Angelika Winzig © OÖVP/Wakolbinger

Das EU-Energielabel (A bis G) ist eine echte Erfolgsgeschichte: Aus einem anfangs belächelten Aufkleber wurde eine wichtige Entscheidungshilfe für den Konsumenten — und es führte auch zu einem Umdenken bei den Produzenten. Wer würde heute noch einen Kühlschrank mit Energieverbrauch G kaufen, und wer würde einen solchen noch produzieren.

Im Ergebnis konnte ein ökologischer und konsumentenfreundlicher Fortschritt erzielt werden, ohne Herstellern oder Importeuren weitere Auflagen oder Verbote aufzuerlegen. Analog zu diesem Gütesiegel will die OÖVP nun auch die Reparaturmöglichkeit am Produkt kennzeichnen. Eine Kennzeichnung der Reparierfreundlichkeit mit einer Ampel würde eine Win-Win-Situation für Umwelt, Wirtschaft und Konsumenten bringen. „Verbraucher sollen so rasch erkennen können, ob man das Gerät im Bedarfsfall selber einfach auf Vordermann bringen kann oder ob es dazu eine teure Fachwerkstätte braucht oder ob man es wegwerfen muss“, betont OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr.

Man werde im Landtag einen entsprechenden Antrag stellen, hoffe aber auch, dass durch OÖVP-Spitzenkandidatin Angelika Winzig das EU-Parlament sich der Sache annimmt. Das sei auch ein ökologischer Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und biete heimischen Betrieben Möglichkeiten, mit ihren Innovationen am weltweiten Markt erfolgreicher zu sein, so Winzig. Und Kirchmayr listet die Kriterien auf:

  • Zugang zu Reparaturanleitungen
  • Verfügbarkeit von Ersatzteilen
  • keine Notwendigkeit von Spezialwerkzeug bzw. Zugang zu Spezialwerkzeug
  • Bevorzugung von leicht zu lösenden Verbindungen (Schraub- vor Klebeverbindungen, Steck- vor Lötverbindungen, … )
  • Austauschmöglichkeit von Verbrauchsteilen (Akku, Leuchtmittel, …)
  • kostengünstige Austauschprogramme durch Hersteller bzw. Importeure

Das Ziel ist: „Reparieren statt Wegwerfen.“

OÖ als Ideengeber

Unterstützung kommt auch von LH Thomas Stelzer: „Wir wollen uns mit dieser Initiative aktiv in die Gestaltung der EU einbringen. Ich sehe auch für unsere heimischen Unternehmen gute Möglichkeiten, hier mit Innovationsgeist und Ideen zu punkten.“ Grundsätzlich sei OÖ in Europa sehr aktiv und deshalb sei es auch notwendig, mit einer Stimme in Brüssel vertreten zu sein, rührt Stelzer die Werbetrommel für Winzig.

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