EU-weit 2020 bisher 44 Prozent weniger Nächtigungen

Die Zahl der Nächtigungen in Beherbergungsbetrieben in den 27 EU-Ländern ist aufgrund der Coronakrise in den ersten vier Monaten 2020 im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 44 Prozent auf 353 Millionen zurückgegangen. Die österreichische Tourismusindustrie kam dabei noch am glimpflichsten davon: Hierzulande war der Rückgang mit 26 Prozent EU-weit laut Eurostat am geringsten.

Wie das Europäische Statistikamt am Donnerstag mitteilte, wurde Kroatien am härtesten von den Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie getroffen. Demnach ging in dem beliebten Urlaubsland die Zahl der Nächtigungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben, auf Camping- und Reisemobilstellplätzen um 70 Prozent zurück. In 16 von 25 Mitgliedern der Europäischen Union kam es zu einem Rückgang von mehr als 40 Prozent. Für Irland und Frankreich waren keine Daten verfügbar.

Gemeinsam verzeichneten die EU-Länder Eurostat zufolge den größten Einbruch im April mit minus 95 Prozent im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres. Im März kam es zu einem Rückgang von 62 Prozent. Zuvor hatte es mit plus fünf Prozent im Jänner und plus sechs Prozent im Februar EU-weit einen leichten Anstieg bei den Übernachtungen in Herbergsbetrieben gegeben.

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