„Europa der großen Lösungen und nicht der kleinlichen Vorschriften“

Appell von Winzig und Haberlander an Junge, zur Wahl zu gehen: „EU eröffnet jungen Menschen in vielerlei Hinsicht neue Chancen“

Werben um die Jungen: LH-Stv. Haberlander und OÖVP-Spitzenkandidatin Winzig.
Werben um die Jungen: LH-Stv. Haberlander und OÖVP-Spitzenkandidatin Winzig. © OÖVP

Die OÖVP-Spitzenkandidatin für die EU-Wahl, Angelika Winzig, und Bildungsreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander sind sich einig: Europa müsse wieder jener Wissenschaftskontinent mit bahnbrechenden Erfindungen und zukunftsweisenden Hochschulen werden, der es jahrhundertelang war. „Deshalb geht es mir darum, dass in Europa nicht ständig über Kleinigkeiten diskutiert wird, sondern dass Bildung, Ausbildung und Forschung endlich wieder ein Hauptthema werden“, betont Winzig. Denn, so die EU-Kandidatin und Haberlander übereinstimmend: Es gehe dabei vor allem auch um Chancen für junge Menschen. „Die EU eröffnet für junge Menschen in vielerlei Hinsicht neue Chancen, neue Horizonte. So einfach wie innerhalb der EU ist es sonst nirgends, ohne Grenzen neue Länder kennenzulernen und neue Erfahrungen zu machen“, unterstreicht LH-Stellvertreterin Haberlander und verweist in diesem Zusammenhang aus das Beispiel der Erasmus-Stipendien, die jährlich Hunderten Studierenden einen drei- bis zwölfmonatigen Aufenthalt im europäischen Ausland ermöglichen.

Brexit-Abstimmung als mahnendes Beispiel

Wobei laut Haberlander die Europäische Union schon sehr früh die Lebensbereiche der Kinder berührt — wie ein positives Beispiel aus Oberösterreich zeige. „In der Grenzregion Oberösterreich- Tschechien gibt es vor allem zwischen Kindergärten Kooperationen, die zum Ziel haben, das Verständnis für die jeweiligen Nachbarn zu stärken. So wird die Nachbarsprache vermittelt — es gibt eine gemeinsame Online-Plattform und gemeinsame Bildungsmaterialien“, erläutert die Bildungsreferentin. Um mit Nachdruck festzuhalten: „Es geht darum, Europa zu einem Europa der großen Lösungen und nicht der kleinlichen Vorschriften weiterzuentwickeln. Das geht nur, wenn wir bereits bei den Jüngsten anfangen, sie für die europäische Idee zu begeistern“.

Ebenfalls nachdrücklich appellieren Winzig und Haberlander insbesondere an die Jungen, am 26. Mai auch wählen zu gehen. Der EU-Austritt von Großbritannien habe seinen Ursache darin, dass viele EU-Befürworter und vor allem auch junge Menschen damals nicht zur Brexit-Abstimmung gegangen seien. Aber: „Das europäische Einigungsprojekt ist ganz essenziell auf junge Menschen angewiesen“.

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