„Europäische Wochen Passau“: Viel Beifall für Saisonabschluss

Das Abschlusskonzert der „Europäischen Wochen Passau“ bestritt am Sonntag in der Studienkirche ein Streicherensemble der 1982 gegründeten Akademie für Alte Musik Berlin, die als historisch informiertes Kammerorchester internationalen Ruf besitzt. Joseph Haydns einziges Divertimento ohne Bläserstimmen zeigte den damals 21-Jährigen auf der Suche nach einem eigenen Ausdrucksstil.

Die Berliner Musiker ließen das Werk schwungvoll erklingen und steigerten ihr Vortragstempo noch mehr bei Mozarts berühmter Serenade „Eine kleine Nachtmusik“. Die Schönheiten dieses Meisterwerkes wurden mit perfekter Spieltechnik in allen Facetten wirkungsvoll dargeboten – die hallige Akustik des Kirchenraumes wurde dabei doch zu wenig berücksichtigt.

Felix Mendelssohn-Bartholdy brachte schon in jungen Jahren in seiner Streichersinfonie Nr. 10 Schwermut und Fröhlichkeit gekonnt in musikalische Gestaltung. Den Abschluss bildeten dann fünf deutsche Tänze mit Coda und Trios D 90 von Franz Schubert, in denen die Berliner, die ohne Dirigenten eine kompakte Interpretation boten, ihr Engagement und ihre Spielfreude auch durch ihre Körpersprache erkennen ließen. Viel Beifall.

Positive Bilanz

Die 68. Saison stand ganz im Zeichen von Corona, trotzdem ist das Fazit positiv: Insgesamt 40 Events mit 4400 Besuchern fanden im September und Oktober statt. Intendant Carsten Gerhard: „Unser Festival belegt, dass Kunst vor Publikum unter Corona-Bedingungen möglich und verantwortbar ist.“

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