Europäisches Patentamt zeigt bisher unbekannte Kunstsammlung

Einen großen Schritt in die Öffentlichkeit will das Europäische Patentamt gehen, indem es ab heute, Donnerstag, Einblicke in seine in den vergangenen 40 Jahren entstandene Kunstsammlung gibt. Zum Auftakt am heutigen UNESCO-Weltkunsttag wurde ein Film veröffentlicht, der erste Einblicke in die Sammlung internationaler Gegenwartskunst an den Standorten in München, Den Haag, Berlin und Wien gibt.

„Der Auftrag des Patentamts besteht darin, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit sowie nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum in Europa durch die Erteilung qualitativ hochwertiger europäischer Patente zu fördern“, heißt es in einer Aussendung. Der Brückenschlag zur zeitgenössischen Kunst sei daher konsequent: „Schützt ein Patent die Einzigartigkeit einer technischen Erfindung als Ausdruck des menschlichen Geistes, so ist ein Kunstwerk der kreative Ausdruck seiner einzigartigen Vorstellungskraft.“ In der Sammlungen finden sich auch Werke heimischer Künstlerinnen und Künstler, darunter Arbeiten von Brigitte Kowanz, Heimo Zobernig und Thomas Feuerstein, der im Film in seinem Innsbrucker Atelier zu Wort kommt.

Auch internationale Stars wie Tomás Saraceno, Olafur Eliasson oder Sylvie Fleury sind in der Sammlung vertreten, darüber hinaus fördere man auch zahlreiche junge Künstler, die auch den lokalen Bezug zu den Standorten des Amts herstellen würden. Stilistisch ist alles von Fotografie über Malerei bis hin zur Skulptur vertreten, die sich im Innen- und Außenraum, in Foyers, Konferenzräumen und Cafeterien aller Standorte befinden. Bisher sei die Kunstsammlung vor allem Mitarbeitern zugänglich gewesen, im Dokumentarfilm würden sie nun erstmals gezeigt.

Ein wichtiges Kriterium für die Aufnahme eines Werkes in die EPO art collection sei „eine überzeugende künstlerische Auseinandersetzung mit Naturwissenschaft und Technik“, heißt es zum Sammlungskonzept. In Zeiten von abgesagten Veranstaltungen und geschlossenen Museen wolle man nun eine öffentliche Plattform für Kunst schaffen. Daher folgen der heutigen Premiere des Films weitere Veranstaltungen. Am 22. April steht eine digitale Gesprächsrunde zum Thema „Wo Technologie auf Kunst trifft: die Sammlung des EPO“ auf dem Programm, tags darauf folgt eine Facebook-Watch-Party mit Künstlern.

Das neue Vermittlungsprogramm beinhaltet die Erstellung neuer, digitaler Kommunikationsformate und Vermittlungskonzepte. Dazu gehören digitale Führungen durch die Sammlung mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit, Klimawandel und Innovation (ab 23. Juni), Video- und Podcastformate wie „focus“, in denen ausgewählte Kunstwerke vorgestellt werden, „behind the scenes“ mit exklusiven Blicken in die Ateliers von Künstlern in ganz Europa und „the way I see it“- eine Interviewreihe mit externen Spezialisten aus Wissenschaft, Technik, Design oder Musik zum interdisziplinären Austausch.

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