„Evaluieren und weiterentwickeln“

Für LPA-Obmann Peter Csar ist Home-Office gekommen, um zu bleiben

LPA-Obmann LAbg. Peter Csar
LPA-Obmann LAbg. Peter Csar © OÖVP

Kommende Woche sind die rund 8700 Landesbediensteten aufgerufen, ihre Personalvertretung neu zu wählen.

Mehr als ein Drittel der Mitarbeiter werden dabei erstmals abstimmen. Es treten alle im LPA vertretenen Fraktionen (FCG/AAB, FSG, Grüne, FPÖ) an. Für die FCG-ÖAAB geht erneut Peter Csar als Spitzenkandidat und als LPA-Obmann ins Rennen. Seine Liste ist übrigens die Einzige, die in allen 87 Wahlkörpern antritt.

VOLKSBLATT: Das prägende Moment der vergangenen Jahre war wohl Corona. Was war dabei die größte Herausforderung?

PETER CSAR: Wir mussten sehr schnell reagieren, uns auf einen unsichtbaren Feind einstellen und das flächendeckend. Ein Krisenstab mit diesen Dimensionen und mit diesen Themen war für uns etwas Neues. Begonnen haben wir mit einem Sprint und es ist ein Marathon geworden. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind an ihre Belastungsgrenzen gekommen, daher haben wir eine Evaluierung gefordert, damit die Abläufe optimiert werden. Möglich war dieser Kraftakt nur durch den Zusammenhalt zwischen den vielen Abteilungen und den Bezirkshauptmannschaften sowie mit Unterstützung der Straßenmeistereien und Schulverwaltungen.

Für Home-Office brachte das Virus einen Schub. Wie war das im Landesdienst?

Home-Office war kein Selbstläufer sondern ein erfolgreicher Kraftakt, gestartet als Notlösung. Wir können stolz darauf sein, wie unsere IT-Abteilung das neben der Krisenarbeit gemeistert hat.

Home-Office ist vermutlich gekommen, um zu bleiben. Braucht es noch Änderungen bei den Rahmenbedingungen?

Wir haben im Krisenmodus begonnen, haben dann Pilotversuche gemacht und sind nun im Dauerbetrieb. Wir werden das permanent evaluieren und weiterentwickeln. Flexibilität darf nicht zu Lasten der Dienstnehmer gehen.

Und wie weit wird die Digitalisierung den Alltag im Landesdienst verändern?

Es hat sich vieles schon verändert und es wird sich weiterhin noch vieles ändern. Die Anträge kommen meist schon elektronisch und werden auch elektronisch bearbeitet. Das hat sich gut entwickelt. Wobei man schon auch den persönlichen Kontakt mit den Bürgern ermöglichen muss, es braucht immer auch ein analoges Angebot. Wir erwarten natürlich, dass die Digitalisierung im Landesdienst eine Entlastung bringt.

Eine Herausforderung könnte die Personalsuche werden. Wie eng ist es schon und wie stark wird die Pensionierungswelle?

Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Pension. Das wird uns zu einem massiven Mitarbeitermangel führen, wenn nicht sofort mit einer umfassenden Kampagne gegengesteuert wird. Auch in der Privatwirtschaft werden Leute gesucht, wo es naturgemäß mehr Flexibilität beim Gehalt gibt. Herr und Frau Oberösterreicher haben es sich verdient, dass weiterhin die besten Köpfe ihr Land am Laufen halten. Dafür sind die besten Rahmenbedingungen notwendig – es gibt also weiterhin viel zu tun. Wir werden als moderner und familienfreundlicher Betrieb wahrgenommen.

Wird das die Schlüsselaufgaben der nächsten Zeit?

Ganz sicher. Wir haben super interessante Jobs und daher müssen wir beim Recruiting und Marketing in die Offensive gehen; die sozialen Medien spielen dabei auch eine große Rolle sozialen Medien verstärken. Und wir können auch mit den sogenannten dislozierten Dienststellen aufwarten, das heißt man kann auch in der Heimatregion arbeiten.

Mit LPA-Obmann LAbg. PETER CSAR sprach Herbert Schicho

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