Ex-DFB-Chef Zwanziger reagiert in WM-Affäre mit Strafanzeige

Theo Zwanziger, der ehemalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), will auf seine Anklage in der Affäre um die Fußball-WM 2006 mit einer Strafanzeige gegen die Schweizer Bundesanwaltschaft reagieren. Dies kündigte Zwanziger am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Diez an. Der 74-Jährige wirft der Ermittlungsbehörde in der Schweiz eine bewusst falsche Interpretation von Beweismitteln vor.

“Ich bin überzeugt, dass die Verdächtigungen falsch sind”, sagte Zwanziger. Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte in der Vorwoche Anklage gegen die Ex-DFB-Funktionäre Zwanziger, Horst R. Schmidt und Wolfgang Niersbach sowie den ehemaligen FIFA-Generalsekretär Urs Linsi erhoben. Dem Quartett wird vorgeworfen, den Präsidialausschuss des WM-Organisationskomitees 2006 über den eigentlichen Zweck einer Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro im April 2005 vom Deutschen Fußball-Bund an den Weltverband (FIFA) arglistig getäuscht zu haben.

Zwanziger hatte eine erste Anzeige gegen die Bundesanwaltschaft bereits am 14. Mai eingereicht. Der von Zwanziger damals erhobene Vorwurf des Amtsmissbrauchs gegen einen Staatsanwalt und eine Assistenzstaatsanwältin wurde jedoch Ende Juli zurückgewiesen, da der “fragliche Tatbestand eindeutig nicht erfüllt” gewesen sei.

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