Experte warnt: Jeder achte Todesfall aufgrund von Diabetes

Laut dem Präsidenten der Diabetesgesellschaft, Primar Martin Clodi, würde vor allem mehr Bewegung das Leid der Betroffene verhindern

Herzinfarkt, Schlaganfall, Gefäßverschluss – so lauten die Todesursachen, wenn eine kardiovaskuläre Erkrankung der Verstorbenen vorliegt. Dabei kann es sich um eine Folge-Erscheinung von Diabetes handeln.

Jedes Jahr sterben 10.000 Patienten an den Folgen der Zuckerkrankheit. Das entspricht jedem achten Todesfall. Für Prim. Univ.-Prof. Martin Clodi, Abteilungsvorstand der Inneren Medizin am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz, wäre dieses Leid der Patienten vermeidbar. „Man müsste sich lediglich am Riemen reißen“, so der Diabetes-Spezialisten.

Als Präsident der Österreichischen Diabetesgesellschaft möchte Clodi die schädlichen Auswirkungen chronisch erhöhter Blutzuckerwerte ins Zentrum rücken.

„Es ist den Betroffenen und vielleicht sogar manchen Ärzten noch zu wenig bewusst, wie toxisch die erhöhten Blutzuckerwerte auf die Organe wirken. Denn es sind nicht nur die kleinen und großen Gefäße betroffen, sondern auch einzelne Zellen der Organe, Nerven- und Herzmuskelzellen werden geschädigt“, betont der Experte.

Bewegung als Schlüssel

Das beste Mittel dagegen ist eine Änderung des Lebensstils. Optimal wären 2,5 Stunden Bewegung pro Woche. Prinzipiell führt jeder Schritt zu einem längeren, beschwerdefreien Leben.

Wer beispielsweise zwei Stunden pro Woche geht, egal in welchem Tempo oder aus welchem Grund, reduziert seine Sterblichkeit um 40 Prozent. Gleichzeitig verringert sich auch das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt um 30 Prozent.

Die Entscheidung für eine Lebensstil-Änderungen liegt laut Clodi letztendlich beim Patienten. Die Beschwerden reichen von Wundstörungen, Sehstörungen bis hin zu Erblindung, Fußamputationen, Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod. „Die Alternative dazu wäre ein längeres und aktives Leben mit körperlichem Wohlgefühl“, betont der Experte.

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