Experten plädieren für Schutz von Corona-Hochrisikogruppen

Um 25 Prozent mehr in Spitalsbehandlung als vor einer Woche

SARS-CoV-2 ist nicht mehr auszurotten. Auch Österreich muss lernen, mit einem bleibenden Risiko zu leben, erklärten am Dienstag Experten der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und der Plattform Patientensicherheit bei einem Hintergrundgespräch in Wien.

Vor Langzeitschäden und der Gefährdung der Sicherheit aller Patienten durch überzogene Lockdown-Maßnahmen im Gesundheitswesen warnte Andreas Sönnichsen, Leiter der Abteilung für Allgemein- und Familienmedizin der MedUni Wien.

Weiterhin sollte man sich um die Hochrisikogruppen, speziell um die Hochbetagten, die Bewohner von Pflegeheimen und durch ambulante Pflege Betreuten kümmern, forderte Thomas Wochele-Thoma, ärztlicher Leiter der Wiener Caritas.

Illegale Events ins Visier

Die Bundeshauptstadt kündigte indes weitere Kontrollen in der Gastronomie bzw. in der Clubszene an. Im Fokus stehen dabei illegale Veranstaltungen, bei denen die Coronavirus-Regeln oft ignoriert werden.

„Wir werden den Finger weiter draufhalten“, versicherte Polizeipräsident Gerhard Pürstl. In OÖ gab es bei 500 kontrollierten Lokalen hinsichtlich Sperrstunde keine Anzeige.

Wegen einer Erkrankung nach einer Firmung am vergangenen Samstag in St. Georgen bei Salzburg (Flachgau) haben Behörden im Innviertel einen Aufruf gestartet. Alle, die in der Kirche und dann in einem Wirtshaus in Eggelsberg waren, sollen auf ihren Gesundheitszustand achten.

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