FACC behält Wachstumskurs bei

Ergebnissteigerung im 1. Quartal – Zuversicht bei Rückholung von Betrugsgeldern

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Flugzeugzulieferer FACC befindet sich weiterhin auf Höhenflug. Auch in der Betrugscausa gibt es Fortschritte.
Flugzeugzulieferer FACC befindet sich weiterhin auf Höhenflug. Auch in der Betrugscausa gibt es Fortschritte. © FACC/Gortana

Der Innviertler Luftfahrtzuieferer FACC bleibt weiter auf Wachstumskurs: Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahrs 2018/19 konnte neben dem Umsatz auch das operative Ergebnis doch markant gesteigert werden. Bei den Umsatzerlösen gab es einen Anstieg von 4,4 Prozent auf 192,4 Mio. Euro, das operative Ergebnis kam bei 16,3 Mio. Euro zu liegen – bereinigt um bilanztechnische Veränderungen ein Plus von 16 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern stieg laut Quartalsbericht von 8,8 auf 11,4 Mio. Euro. Markanter Treiber des Geschäfts war das starke Wachstum der globalen Luftfahrzeugindustrie.

Ziel: Mehr Ertragskraft

„Wir haben unsere Zielsetzung im ersten Quartal erneut erfolgreich umgesetzt. Alle Segmente des Konzerns sind profitable Wachstumstreiber und trugen maßgeblich zu der positiven Entwicklung der FACC Gruppe im ersten Quartal bei“, zeigte sich FACC-Chef Robert Machtlinger mit dem Auftakt ins neue Geschäftsjahr zufrieden. Gearbeitet werden soll weiterhin an der Erhöhung der Ertragskraft. „Wir werden unsere Aktivitäten von der Entwicklung und der Herstellung neuer Produkte sowie unsere Innovationsoffensive weiter forcieren und damit unsere Position als bevorzugter Technologiepartner der Luftfahrtindustrie nachhaltig ausbauen“, erklärte Machtlinger.

CEO-Fraud: Zuversicht

Im Falle jener 10,8 Mio. Euro, die nach dem sogenannten CEO-Fraud-Betrug noch auf chinesischen Konten eingefroren sind, ist man bei FACC mittlerweile zuversichtlich, das Geld wieder zurückzubekommen. Es werde auf Beamtenebene zwischen Österreich und China an einer rechtlichen Grundlage für die Rücküberweisung gearbeitet, so FACC-Sprecher Andreas Perotti gegenüber dem VOLKSBLATT.

Um die Jahreswende 2015 hatten sich Betrüger glaubhaft gegenüber einer FACC-Mitarbeiterin als damaliger CEO Walter Stephan ausgegeben und eine Transaktion in Höhe von rund 50 Mio. Euro veranlasst. In der Folge mussten die Finanzvorständin und auch FACC-Gründer Stephan das Unternehmen verlassen.

cs