Fahrt ohne Fahrer mit gesunder Wiederkehr immer realistischer

Chinesischer KI-Spezialist Baidu treibt Autonomes Fahren voran

Ausgestattet mit zahlreichen Kameras und Sensoren sollen die Fahrzeuge die Passagiere sicher ans Ziel bringen.
Ausgestattet mit zahlreichen Kameras und Sensoren sollen die Fahrzeuge die Passagiere sicher ans Ziel bringen. © Steiner

Zum Abschluss der sechstägigen Arbeitsreise überzeugte sich die oö. Delegation unter Führung von LH-Stv. Christine Haberlander bei den beiden führenden Tech-Spezialisten Inspur und Baidu vom Stand des technisch Möglichen.

Ist erstere Firma unter anderem federführend dabei, riesige Datenmengen zu einem einheitlichen ausdruckskräftigen Bild etwa der aktuellen Verkehrssituation oder der Finanzflüsse von Kommunen zusammenzuführen, so ist Baidu der chinesische Gegenpart zu Google samt Forschungsabteilung für Autonomes Fahren. Mit ersten größeren Erfolgen, 300 Lizenzen besitzt das Unternehmen für den Einsatz etwa von mittels Künstlicher Intelligenz (KI) gesteuerter Busse. Der Aufbau einer fahrerlosen Taxi-Flotte ist bereits gestartet.

Testregion auch in Oberösterreich

In Sachen Auotonomes Fahren mischt auch Oberösterreich seit geraumer Zeit mit. Seit 2018 arbeitet man im Projekt DigiTrans daran, den Logistikverkehr mit Lkw autonom abwickeln zu können. Zwischen Enns und Linz sowie künftig auch in St. Valentin soll getestet werden, die Vorarbeiten laufen auf Hochtouren: 2022 soll auf der Autobahn bei Enns getestet werden. Es ist eine von nur zwei Testregionen im Bereich Autonomes Fahren in Österreich. Nimmt man in OÖ den Bereich Logistik und Lkw in den Fokus, beschäftigt man sich in der Steiermark mit dem Personenverkehr.

In Oberösterreich sind rund 15 Unternehmen sowie zahlreiche Forschungszentren und Hochschulen – federfűhrend die FH Steyr – an dem Projekt beteiligt. Zudem holte man sich ein kanadisches Start-up ins Boot. „Die Firma LeddarTech aus Quebec hat in der Linzer Werft ihr zweites Entwicklungszentrum neben Montreal angesiedelt“, so Business-Upper-Austria-Geschäftsführer Werner Pamminger über die Zusammensetzung des Forschungstrupps.

Noch kein klarer Sieger in der Branche

Global gesehen sieht er noch kein System, das sich wirklich an die Spitze gesetzt hat und künftig den Markt dominieren wird. „E gibt eine grundsätzlich etwa einheitliche Kerntechnologje, aber international forschen alle in ihre eigene Richtung, so seine Bestandsaufnahme. Etwas wie zu Beginn zu des Computerzeitalter Windows, das sich global durchsetzt, gäbe es noch nicht, ortet Pamminger noch ein freies Spiel der Kräfte mit offenem Ausgang.

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