Fan-Idioten überschatteten die blau-weiße Aufholjagd

BW-Präsident verurteilte Ausschreitungen nach 1:1 „aufs Schärfste“

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Bilder, die die Welt nicht braucht: Ried- und BW-Hooligans gingen nach Schlusspfiff aufeinander los. © Dostal

Von Andy Hörhager und Christoph Gaigg

Lange wäre man über ein ereignisreicheres OÖ-Derby zwischen BW Linz und der SV Ried durchaus froh gewesen. Was sich zahlreiche Fan-Idioten allerdings nach dem Abpfiff des 1:1 der Erstligisten leisteten, fiel in die Kategorie hirnverbrannt. Sogenannte Rieder Anhänger durchbrachen die Sperre zum Auswärtssektor und wollten den BW-Bereich stürmen, was wiederum einige Linzer mit Gegenangriffen quittierten. Die Folge waren hässliche Schlägereien, die selbst aus der sicheren Ferne schmerzten. Erst nach zwei Minuten kamen die Polizeikräfte zum „Tatort“ und beendeten die Gewaltakte. „Das ist traurig. Ich verurteile das aufs Schärfste“, schüttelte BW-Präsident Walter Niedermayr den Kopf.
Dabei hatte er kurz zuvor noch gejubelt, weil seine Stahlstädter dem selbsternannten Titelkandidaten wieder einen Dämpfer verpassten. In Unterzahl sorgte Pellegrini nach Templ-Ferserl für den 1:1-Endstand (83.). „Vielleicht liegt mir die Jokerrolle besser“, grinste der Torschütze.
Die Wikinger waren durch einen Durmus-Kopfball nach Mayer-Vorarbeit in Führung gegangen (23.). Lange Zeit die einzige Strafraumszene, ehe Blau Weiß nach dem Huspek-Ausschluss in die Schlussoffensive ging (78.). „Ein verdienter Punkt. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, was wir können. Ried hat gemerkt, dass wir in Linz daheim sind“, sagte Thomas Hinum. „Ich bin brutal stolz auf die Mannschaft“, freute sich Trainer Günther Gorenzel. Ried-Pendant Lassaad Chabbi nahm’s gelassen hin: „Wir werden nicht überall drei Punkte holen, wir sind ja nicht der FC Bayern.“