Fanboykott trotz zweitem Platz

Fußball: Blau-Weiß-Fans protestieren gegen „Frühschoppen“ — Ried

Goalgetter Edrisa Lubega (r.) wird sich gegen seinen Ex-Klub FAC besonders ins Zeug legen.
Goalgetter Edrisa Lubega (r.) wird sich gegen seinen Ex-Klub FAC besonders ins Zeug legen. © Gepa/Red Bull Media Content

Von Tobias Hörtenhuber

Zweiter gegen Dritten, beste Offensive gegen beste Defensive — eigentlich sollte sich kein Blau-Weiß-Linz-Fan den Schlager gegen Lustenau entgehen lassen — eigentlich. Denn die Fangruppen Linzer Pyromanen 1999 und Linzer Blauhelme 2003 werden aus Protest gegen die Antsoßzeit (Sonntag, 10.30) dem Schlager fernbeiben und sich „vor dem Stadion zum Kaffee und Bier trinken treffen“, wie auf Facebook angekündigt wird. Es sei aber kein Protest gegen die Mannschaft, sondern: „Solche Anstoßzeiten sind auch für Gästefans unerträglich: Abfahrtszeiten mitten in der Nacht oder in aller Herrgottsfrüh“, heißt es in der Erklärung. Neben vielen Facebook-Usern hält auch Blau-Weiß-Marketingchef Christian Wascher nichts von der Aktion. „Ich verstehe die Fans ja, aber die Wirksamkeit dieser Maßnahme ist nicht gegeben“, erklärte er im Gespräch mit dem VOLKSBLATT. Doch der Dialog mit den Fanklubs sei gut, Wascher hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, diese noch umstimmen zu können. So oder so — der Verein bemüht sich, dieses Matinee durch Kreativstationen für Kinder zu einem „Familientag“ zu machen.

Sorgen und Aufwendungen die Vorwärts Steyr nicht hat, die Rot-Weißen hoffen am Samstag (14.30) bei den Innsbruck Amateuren auf den zweiten Saisonsieg.