Fans sitzen auf gepackten Koffern

Der 30. April 2012 gilt als dunkelste Stunde in der Geschichte der Linzer Fußballklubs LASK: Aberkennung der Lizenz für den Profifußball und Zwangsabstieg aus der Ersten Liga in den Amateurbereich! Sieben Jahre später spielt der LASK in der Bundesliga an der Spitze mit. Platz 2 würde einen Platz in der Champions-League-Quali bedeuten!

Was wie ein Märchen klingt, ist für Walter Entholzer vom LASK-Fanclub „Laskler“ eigentlich gar kein Märchen, sondern Effekt professioneller Arbeit im Verein: „Seit die Freunde des LASK den Verein übernommen haben, wird solide gearbeitet. Es wird mit langfristigen Spielerverträgen nachhaltig gewirtschaftet.

Zudem besteht ein ebenfalls langfristiger Vertrag mit dem sehr guten Trainer Oliver Glasner“, zieht Entholzer zufrieden eine Zwischenbilanz. „Besonders hervorheben möchte ich auch den sportlichen Berater Jürgen Werner!“, fügt er hinzu. Auf dem Spielfeld lebe die Mannschaft von ihrem Auftritt als geschlossenes Kollektiv und weniger von überragenden Einzelspielern. So erwartet Entholzer am Ende der Saison Tabellenplatz 2 und damit einen Platz in der Qualifikation für die Champions League — hoffentlich noch immer mit Oliver Glasner auf der Bank: „Wir wünschen uns, dass er noch möglichst lange beim Verein bleibt!“

Das hofft auch Peter Döberl vom Fanclub „Schwarz Weiß Machland“: „Oliver Glasner ist der beste Trainer der Liga!“ Essentielle Beiträge zum Erfolg kämen, so Döberl, auch „von einem guten Management mit kontinuierlicher, vorausschauender Planung“ sowie auch aus dem Jugendbereich, wo „neue Spieler behutsam aufgebaut werden.“ Wie Entholzer geht auch Döberl am Ende der Saison vom 2. Platz in der Tabelle aus — und damit von einem tollen „Erfolg der ganzen Mannschaft unter Führung ihres Kapitäns Gernot Trauner.“ Eine Bitte hat der Fanclub-Boss noch an die Vereinsführung: „Bitte trotz der Erfolge immer auf dem Boden bleiben und nicht überheblich werden!“

„Schön am Boden bleiben!“

Auch Christian Horner vom Fanclub „Linzer Lauser“ hofft, dass der Verein trotz des sportlichen Höhenfluges „auf dem Boden bleibt, den eingeschlagenen Weg fortsetzt und keine finanziellen Abenteuer eingeht.“ Und: „Bitte im sportlichen Erfolg nicht auf die Fans vergessen! Die Dauerkartenpreise sind top. Aber es gibt immer wieder tolle Initiativen von engagierten Fangruppen, die es wert wären, vom Verein besser unterstützt zu werden!“, merkt Horner kritisch an. Wie seine Kollegen sitzt auch er bereits auf gepackten Koffern für die nächste Reise nach Europa: „Ich sehe unsere Schwarz-Weißen auch am Saisonende auf Tabellenplatz 2.“

„Der Star ist das Team“

Nach dem äußerst knappen Scheitern in der Qualifikation zur Europa League gegen Besiktas Istanbul im August 2018 ist für Jürgen Woisetschläger (Fanclub Kommando Kremstal 1992“ der nächste Auftritt des LASK auf europäischer Bühne in Griffweite: „Wir werden am Saisonende sicher unter den Top-3 sein.“ Auch ohne absolute Top-Stars: „Beim LASK sieht man sich als Mannschaft. Das ist das Rezept. Wir haben viele verschiedene Torschützen und konzentrieren das Spiel nicht auf einzelne Spieler.“ Also wunschlos glücklich? „Tja, welche Wünsche soll man an einen erfolgreichen Trainer und ein erfolgreiches Management noch herantragen?“ Ähnlich auch die Haltung von Christian Kainz, Obmann des LASK-Fanclubs „LASK´la an der Gusen“: „Der LASK hat in der sportlichen Leitung die richtigen Herren sitzen. Die machen mit Umsicht und Weitblick eine sehr gute Kaderzusammenstellung. Das Trainerteam arbeitet auch toll. Alle sollten ruhig und unauffällig so weitermachen.“