Faßmann will Debatte über Kopftuchverbot in Schulen

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will über Kopftuchverbot in der Unterstufe diskutieren.
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will über Kopftuchverbot in der Unterstufe diskutieren. © APA/Neubauer

Nach dem Vorstoß für ein Kopftuchverbot in Kindergärten soll nun auch über ein solches in Schulen debattiert werden, sagte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) gestern in der ORF-Pressestunde. „Wir müssen Normen setzen und sagen, was geht und was nicht“, begründet Faßmann die Linie der Regierung in dieser Frage. Es brauche eine Debatte aller Parteien für einen „gesellschaftlichen Konsens, wie es weitergehen soll mit der Religionsthematisierung in Schulen“. Auch ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen hält Faßmann für sinnvoll, denn er sei für ein „ideologisch neutrales Auftreten der Repräsentanten des öffentlichen Dienstes“.

Faßmann kündigte außerdem eine Studie an, die klären soll, wie viele zugewanderte Schüler zwischen sechs und 14 Jahren sich nicht auf die säkulare Gesellschaft einlassen wollen und welche Motive der Eltern dahinterstehen. Im Gespräch dafür ist momentan der Soziologe und Politikberater Kenan Güngör. „Diversität ist manchmal auch Konflikt“, sagte Faßmann zur Debatte über Brennpunktschulen.

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Änderungen bei der Notengebung in der Volksschule soll es im nächsten Schuljahr geben. Dann soll es verpflichtend auch Ziffernnoten geben. „Eine Note allein ist aber zu wenig. Man muss auch erklären, was dahintersteckt“, erklärt Faßmann, der sich selbst und der Regierungsarbeit übrigens eine glatte 2 gibt. Weiters kündigte Faßmann eine Änderung der Ferienregelung für 2019 an. Für die Schaffung von Herbstferien brauche man nur wenige Tage — das sollten vorab aber Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter untereinander klären.

Ein ausführliches Interview mit Bildungsminister Heinz Faßmann finden Sie morgen im VOLKSBLATT.