Fast so lange wie die Chinesische Mauer …

OÖ könnte einmal Teil eines 7000 Kilometer langen UNESCO-Weltkulturerbes, dem römischen Limes, sein

V. l.: Bgm. Roland Pichler (Engelhartszell), Friedrich Bernhofer (Werbegemeinschaft Donau OÖ.), Hermann Stockinger, Herta Eder, Rudolf Fattinger, Michaela Dattinger (Tourismus Haibach), Eva Gugler (Riverresort), Andrea Winkler (Freizeitanlage, Schlögen), Barbara Kocher-Oberlehner (Tourismus St. Agatha), Bgm. Franz Straßl (Haibach), Bgm. Manfred Mühlböck (St. Agatha)
V. l.: Bgm. Roland Pichler (Engelhartszell), Friedrich Bernhofer (Werbegemeinschaft Donau OÖ.), Hermann Stockinger, Herta Eder, Rudolf Fattinger, Michaela Dattinger (Tourismus Haibach), Eva Gugler (Riverresort), Andrea Winkler (Freizeitanlage, Schlögen), Barbara Kocher-Oberlehner (Tourismus St. Agatha), Bgm. Franz Straßl (Haibach), Bgm. Manfred Mühlböck (St. Agatha) © Gemeinde St.Agatha & Haibach/D.

Man stelle sich den etwa 7000 Kilometer langen römischen Limes von Schottland bis Marokko rund um das Mittelmeer, der heute drei Kontinente und über 20 Staaten verbindet, als ein einziges großes Weltkulturerbe vor. Diesen langfristigen Plan hege die UNESCO, wurde am Donnerstag von Friedrich Bernhofer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Donau OÖ, in Haibach ob der Donau erklärt. „Dieses Weltkulturerbe wäre dann nur noch mit der chinesischen Mauer zu vergleichen. Es wäre schön, wenn das ein großes Friedensprojekt für die Zukunft sein könnte“, so Bernhofer zur versammelten Presse im Riverresort Donauschlinge.

Dort zogen am Donnerstag nämlich die Verantwortlichen der Außenstellen der diesjährigen Oö. Landesausstellung — Oberranna und Schlögen — passend zum Thema bei einem Ritteressen ihre Bilanz zu „Die Rückkehr der Legion“. „55.500 Besucher sind eine sehr stolze Zahl, vor allem, wenn man bedenkt, dass der Hauptstandort Enns rund 80 Kilometer von hier entfernt war“, betonte Bernhofer (Gesamtbesucherzahl der Landesausstellung liegt bei 270.322, Anm.).

bezahlte Anzeige

Insbesondere die Nachhaltigkeit der Investitionen und Projekte zur Landesausstellung hoben die drei Bürgermeister Roland Pichler (Engelhartszell), Manfred Mühlböck (St. Agatha) und Franz Straßl (Haibach/Donau) hervor. Fortgeführt wird auch die Zusammenarbeit der Werbegemeinschaft Donau OÖ mit der Stadt und dem Landkreis Passau. Das gilt insbesondere auch mit Blick auf das gemeinsam beantragte UNESCO-Weltkulturerbe „Römischer Limes“ als ehemalige Grenze des römischen Weltreiches. Auch zahlreiche Interreg-Projekte wurden bereits miteinander umgesetzt.

Römerschwerpunkt bleibt langfristig

Im Rahmen der EU-Donauraumstrategie vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer wollen Bayern und Österreicher künftig auch die internationale Donau-Werbung im Kulturtourismus aufwerten. Der römische Donaulimes verbindet auf 2500 Kilometern alle zehn Donau-Anrainerstaaten. Auch durch das imposante UNESCO-Vorhaben des 7000-Kilometer-Limes bleibt der Römerschwerpunkt langfristig bestehen. „Das Land OÖ hat alle Maßnahmen gemeinsam mit EU-Mitteln durch die Interreg-Projekte im Wesentlichen finanziert“, bedankte sich Friedrich Bernhofer.

Umgesetzt werden konnten so etwa Ausgrabungen und Schutzbauten in Oberranna (Römerburgus Stanacum), Schlögen (Römerkastell Ioviacum, das römische Badegebäude) und Enns als künftige Außenstellen des Oö. Landesmuseums, das Römermuseum in Enns und die Förderung von 20 Römerrastplätzen am Donauradweg von Esternberg bis Grein.

Für Schlögen hob der Haibacher Bgm. Franz Straßl etwa „den 140.000 Euro teuren Internet-Breitbandausbau“ hervor. „500.000 Euro wurden vom Land OÖ in Schlögen investiert“, sagte Straßl, der auch die im Rahmen des Interreg-Projekts Römerpark errichtete und sich großer Beliebtheit erfreuende Aussichtsplattform Schlögener Donaublick hervorhob. ast