„Faulpelz“ Kimi soll bleiben

Im Freitagstraining für den Belgien-GP war Räikkönen der Schnellste

Die Ferrari-Crew soll auch künftig an Räikkönens Boliden schrauben.
Die Ferrari-Crew soll auch künftig an Räikkönens Boliden schrauben. © AFP/Dunand

Für einen Rundgang auf seiner Paradestrecke in den Ardennen ist Kimi Räikkönen schlicht zu faul. „In all den Jahren habe ich hier genau einmal eine Begehung gemacht. Danach war klar: Danke vielmals, sieben Kilometer sind mir zu viel“, betonte der finnische Ferrari-Pilot vor dem Formel-1-Klassiker auf dem längsten Saisonkurs in Spa-Francorchamps.

Auch ohne Inspektion macht dem vierfachen Spa-Sieger rund um die tückische Kurve „Eau Rouge“ oder die Bus-Stop-Schikane keiner etwas vor, der „Faulpelz“ will am Sonntag (15.10, live ORF eins und RTL) seinen 100. Podestplatz in der Motorsport-Königsklasse einfahren. Seinen neuen Ferrari-Vertrag hat Räikkönen fast fix, spätestens beim Heimspiel der Scuderia in Monza in der kommenden Woche soll die Vertragsverlängerung fixiert sein.

bezahlte Anzeige

Als Dritter liegt der bald 39-jährige Finne nur 43 Punkte hinter Sebastian Vettel, der den wortkargen Mann aus Espoo gern an seiner Seite behalten würde. „Ich kenne Kimi sehr gut, wir haben den gleichen Ansatz“, sagte der Deutsche unlängst.

Im Freitagstraining ließ Vettel am Vormittag gleich die „rote Rennsau“ raus, bretterte in 1:44,358 um die Strecke, am Nachmittag blieben gleich drei Fahrer unter 1:44. Räikkönen unterbot die Vettel-Zeit mit 1:43,355 gleich um eine Sekunde, auch die beiden Mercedes-Treiber Lewis Hamilton (1:43,523) und Valtteri Bottas (1:43,803) verbrachten einen flotten Spa-Auftakt.

Vor dem 13. von 21 Saisonrennen hat Hamilton 24 Punkte Vorsprung auf Vettel. Für beide geht es um den fünften WM-Titel ihrer Karriere. 2017 gewann Hamilton vor Vettel in Spa.